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Hier können Sie nachlesen, worüber wir in KW 06/2020 berichtet haben.
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Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
26 Wissenschaftsminister Bernd Sibler: "Studieren in Bayern" - Hochschule und Forschungszentrum 11:05 06 07.02.20
Ins Inncafe hatte die CSU Bürger und besonders Studenten eingeladen um das Studieren in Bayern zu beleuchten. Neben CSU Kreisvorsitzendem und MdL Dr. Marcel Huber auch gekommen waren Bezirksrätin Claudia Hausberger, stellvertretender Landrat Alfred Lantenhammer, Mühldorfs zweite Bürgermeisterin Ilse Preisinger-Sontag und eine ganze Reihe Bürgermeister, Stadt- und Kreisräte und solche die es werden wollen. Auf dem Podium Platz genommen hatte Landratskandidat Max Heimerl und als besonderer Gast Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler.
Sie alle begrüßte Dr. Marcel Huber und freute sich auf die Aussagen von Wissenschaftsminiser Bernd Sibler mit dem er zeitgleich 2007 ins Kabinett eingezogen ist. Seit damals ist der wissenschaftspolitische weiße Fleck verschwunden als den der südostbayerische Raum damals bezeichnet wurde. Seit damals haben Kommunen und Landkreise mitgeholfen die Regionalisierung der Hochschulen voranzubringen. So entstand die Hochschule in Mühldorf und so entsteht nun das Forschungszentrum in Waldkraiburg. Was das alles bewirkt hat sollte Staatsminister Bernd Sibler dann ausführen.

Staatsminister Bernd Sibler freute sich wirklich mal wieder in Mühldorf zu sein. Nachdem er die Arbeit von Dr. Marcel Huber in Umweltministerium und Staatskanzlei gewürdigt und Max Heimerl den Rücken für die Wahl und später die Arbeit als Landrat gestärkt hatte dankte er beiden für ihren Einsatz für den Aufbau des Hochschulstandortes und der Forschungseinrichtung in Waldkraiburg. Das alles zeigt die Art der Arbeit der CSU: Sie schauen sich die Situation an und finden Lösungen. Die CSU denkt nicht in Problemen sondern in Lösungen! Das ist in allen Politikfeldern so und überall in Bayern.
Tatsächlich gab es vor Jahren weiße Flecken in der Hochschullandschaft in Bayern. Die nächsten Standorte waren Rosenheim, Landshut und Passau. Um das Konzept der Regionalisierung aber umsetzen zu können waren drei Voraussetzungen zu erfüllen:
1. Eine Hochschule musste mitmachen. Obwohl es großes Glück war dass Rosenheim hier mitgemacht hat musste Hochschulpräsident Heinz Köster den einen oder anderen Professor doch überreden nach Mühldorf oder Burghausen zu gehen.
2. Waren Kommunen nötig die bereit waren den Aufwand mitzutragen. Sicher eine gute Lösung war hier die Gründung des Zweckverbandes der den ganzen Landkreis mit eingebunden hat.
Und 3. und am wichtigsten war ein Konzept das auch tatsächlich realisierbar war. Das musste schon wirklich gut sein. Und da haben in Mühldorf nach Maschinenbau und Wirtschaftswissenschaften besonders die Sozialwissenschaften so richtig gezündet.
Mühldorf hat tatsächlich einen Traumstart hingelegt. Wenn nach so kurzer Zeit 513 Studentinnen und Studenten hier lernen und 190 Anfänger dann ist das schon bemerkenswert und zeigen wieviele Fachkräfte in den angebotenen sozialen Berufen fehlen.
Allen anfänglichen Skeptikern sagte er: „Alles richtig gemacht“.
Das alles zeigt wieviele Begabungsreserven der ländliche Raum noch bietet. Bei Leuten etwa, deren Lebenssituation es nicht erlaubt zum Studium nach München zu fahren oder die im zweiten Schritt ein Studium aufnehmen wollen. Ihnen allen kommen solche wohnortnahe Angebote sehr entgegen.
Übrigens gibt‘s solche Angebote nur in Bayern!
Obwohl natürlich auch die großen Universitäten weiterentwickelt werden braucht Bayren eben auch Standorte wie Mühldorf, Burghausen, Pfarrkirchen, Grafenau, Freyung, Cham und viele andere mehr. Übrigens erfahren alle diese Standorte ein ähnliche rasante Entwicklung wie sie in Mühldorf zu beobachten ist.
Alle Aufwendungen sind auch im Haushalt des Freistaates abgebildet. Dort sind für Waldkraiburg zwei Professorenstellen vorgesehen und 42 unterstützende Studentenstellen.
So konnte durch die Regionalisierungsstrategie erreicht werden dass es in ganz Bayern keinen Ort mehr gibt der weiter von einer Hochschule entfernt ist als 50 Kilometer. Die Staatsregierung bekennte sich eben zum ländlichen Raum.
Nachdem Bernd Sibler auf die Situation in der Pflege eingegangen ist beschrieb er Nachholbedarf bei den Hochschulen in Bayern. Das hat Ministerpräsident Dr. Markus Söder erkannt und zwei Milliarden Euro bereitgestellt. Damit können 1.000 Professuren und 13.000 Studienplätze in den Bereichen Technik und besonders Informatik geschaffen werden. Davon wird auch die Hochschule in Rosenheim profitieren. Mit der Förderung der künstlichen Intelligenz will die Staatsregierung erreichen wieder zu den USA und China aufzuschließen. Und zusätzlich die Sicherheit der IT-Systeme gewährleisten. Das geht so weit dass damit die christlichen Werte unserer Gesellschaft gegen Angriffe auf die Freiheit verteidigt werden müssen wie sie in manchen asiatischen Ländern mit einer Geschwindigkeit laufen die man sich bisher nicht hatte vorstellen können. Nötig sind beschützende Strukturen und nicht nur die reine Kosten-Nutzen-Betrachtung. Aktuell untersucht ein Institut die Folgen der Digitalisierung die – etwa durch Smartphones – schon heute in weiten Bereichen unser Leben bestimmt.
Staatsminister Bernd Sibler war überzeugt, die Staatsregierung packt konkrete Probleme an und setzt Lösungen um mit denen sie Bayern zukunftsfähig aufstellt. Sie haben wichtige und gute Akzente gesetzt die auf allen staatlichen Ebenen den großen Plan der CSU umsetzen zum Wohl der Bürger.

Kreisrat und Landratskandidat Max Heimerl dankte Staatsminister Bernd Sibler für seine klare Zusage der Unterstützung und der Weiterentwicklung der Standorte Mühldorf und Waldkraiburg der TH Rosenheim.
Er war überzeugt, die Ansiedlung der Hochschule bietet große Entwicklungschancen für den gesamten Landkreis. Und das auf sehr verschiedenen Themenfeldern. Das haben Landrat Huber und MdL Dr. Marcel Huber zusammen mit dem Kultusministerium und der Hochschule aus kleinen Anfängen heraus entwickelt. Jetzt funktioniert die Zusammenarbeit des Landkreises und der Hochschule blendend. Das wird er als Landrat ab dem 1. Mai auch genau so fortsetzen.
Max Heimerl hatte Verständnis für die Aufteilung der Kosten auf Kommunen und den Freistaat. Das Konzept sieht vor dass die Kommunen die Kosten der Räumlichkeiten tragen und der Freistaat für Personal und Einrichtung aufkommt.
Da er Staatsminister Bernd Sibler nicht einfach so gehen lassen wollte bat er ihn mitzuhelfen die Entwicklung des Standorts nicht durch eventuell begrenzte Finanzierungsmöglichkeiten der Kommune einschränken zu lassen. Anders gesagt: Sollte die Kommune die Entwicklung nicht schultern können sollte der Freistaat helfend einspringen.
Abschließend betonte Max Heimerl nochmal dass er hinter der Entwicklung steht und diese auch in Zukunft so weiterführen wird.

In der anschließenden Diskussion äußerte sich die Waldkraiburger Stadträtin Charlotte Konrad leicht enttäuscht über die Ansiedlung der Hochschule in Mühldorf, freute sich aber nun mit dem Forschungszentrum auch bedacht zu werden. A bissl neidisch auf Mühldorf war sie aber dann doch.

Stellvertretender Landrat Alfred Lantenhammer sah die Ansiedlung der Hochschule als großen Erfolg, bat aber die Berufsausbildung nicht hintanzustellen. Besonders weil die duale Berufs-ausbildung das beste ist was es weltweit gibt und die Wirtschaft mehr auf gut ausgebildete Fachleute angewiesen ist als auf Akademiker.
Er forderte mehr Unterstützung für die Ausbildung von Handwerksmeistern. Auch hier fehlen Dozenten.
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Besonders Alfred Lantenhammers Anliegen verstand Bernd Sibler sehr gut. Niemand muss studieren. Trotzdem ist es gut die Möglichkeit zu haben. Und die die erst einen Beruf erlernt haben können ja auch noch studieren. Das gibt‘s übrigens nur in Bayern.
Und auf Max Heimerl Bitte hin sicherte er ihm zu die Entwicklung genau zu beobachten und sie einfach arbeiten zu lassen. Sie werden sicher nicht behindern was sie erst mit viel Mühe aufgebaut haben. Ohnehin läuft es in Bayern so wie nirgendwo sonst. Bayern bietet Dinge die sich kein anderes Bundesland leisten kann. Das hört er bei jedem Treffen mit seinen Kollegen aus den anderen Ländern. Bayern ist wirklich gut aufgestellt.

Max Heimerl dankte Staatsminister Sibler und allen Interessenten und freute sich auf die Weiterentwicklung des Wissenschaftsstandortes Landkreis Mühldorf a. Inn.

Als die Meldung aus Seeon gekommen ist, Waldkraiburg erhält 42 Studienplätze war der Aufschrei groß. (O-Ton)
Eine Frage hatten wir dann doch noch an Staatsminister Sibler: (O-Ton)
27 40 Jahre Kanzlei Loserth Zehentner & Partner - Party mit den "Blues Brothers" 11:00
Die Inhaber der Steuerberaterkanzlei in der Richard-Wagner-Straße sind große Freude des Kinos. Wie anders könnte man es sich erklären dass vor 10 Jahren Max Oelmaier dorthin eingeladen hat und jetzt Florian Loserth. War die große Attraktion vor 10 Jahren die Premiere eines Films von Til Schwaiger sollte es jetzt ein 40 Jahre alter James Bond sein. Das hat aber aus rechtlichen Gründen nicht geklappt, so kurz vor der Premiere einer neuen Ausgabe dieses Dauerläufers.
So empfingen die charmanten Mitarbeiterinnen die die zahlreichen Gäste erst einmal im Foyer mit einem Gläschen Sekt oder Prosecco. Unter den Gästen neben Mandanten auch Vertreter der örtlichen Banken und Kollegen von Kanzleigründer Max Oelmaier aus dem Stadtrat oder der FDP. Und sogar Bürgermeisterin Marianne Zollner mischte sich unter die Gratulanten.
Es kamen so viele dass es eng wurde auf dem Marktplatz des Hollywood am Inn.
Da war‘s gut dass Florian Loserth das Buffet eröffnen ließ dass sich die Gäste dann schmecken ließen. Viele von ihnen hatten kleine Aufmerksamkeiten mitgebracht. So wie Rupert Rigam.
Mit einer Tüte Popcorn und einer Cola gings dann rein in den großen Kinosaal.
Allerdings sollte sich der Blick der Gäste nicht gleich auf die Leinwand richten. Davor hatten Florian Loserth und Johann Schranner einen Tisch aufgebaut von wo aus sie die Gäste erst einmal willkommen hießen. Allerdings wusste er nicht wem er mehr danken sollte: Den Mandanten, die ihnen 40 Jahre lang die Treue gehalten hatten oder dem – zwar abwesenden – Finanzamt das durch immer neue Vorschriften sie immer unentbehrlicher gemacht hat. Oder die Mitarbeiter oder die Vertreter der Banken oder die Bürgermeisterin?
Florian Loserth ließ die Geschichte der Kanzlei Revue passieren: 1979 gegründet entwickelte sie sich immer weiter was sich in ständigen Erweiterungsbauten zeigte. Dachte man zwischenzeitlich ein Anbau würde für die Ewigkeit reichen haben sie nach dem Ausscheiden von Max Oelmaier schon das Nachbargebäude anmieten müssen um 2017 ein neues Gebäude zu bauen. Da sich der Gesetzgeber ständig befleißigt ihnen Arbeit zu verschaffen haben sie inzwischen so viel Personal und deshalb größer gebaut als sie erst wollten.
Und so können sie jetzt mit den „Blues Brothers“ ihr Jubiläum feiern, einem Film der so alt ist wie ihre Kanzlei. Und weil‘s darin auch um die Begleichung einer Forderung zum Erhalt einer Einrichtung geht dachte Florian Loserth das würde gut passen.

Johann Schranner ging ins Detail und betrachtete die Entwicklung der Vorschriften im Finanzbereich und ging sogar auf die Frage ein wie lang wir noch mit Bargeld werden zahlen können. Vor diesem Hintergrund steht einer erfolgreichen Zukunft ihrer Kanzlei nichts im Weg!

Er ist immer noch da scherzte Max Oelmaier der 2012 in die Altersteilzeit gewechselt ist. Sofern man bei einem engagierten Freiberufler davon überhaupt sprechen kann. Schließlich ist die Kanzlei ein Teil seines Lebens. Von Anfang an begleiteten ihn Hoffnungen, Erfolge und leider auch manche Rückschläge. Das Finanzamt sorgte dafür dass die Zahl der Mandanten schnell anstieg. Viele der Mandanten die damals zu ihnen gekommen sind haben ihnen bis heute die Treue gehalten. Dafür dankte er ihnen sehr.
Schon Anfang der 90er Jahre kam Georg Zehentner als Partner dazu. Das Jahrzehnt endete aber mit dem Verlust seiner geliebten Frau Monika die ihn von Anfang an tatkräftig unterstützt hatte.
Da seine Söhne nicht in seine Fußstapfen steigen wollten musste er frühzeitig für die Fortführung des Unternehmens sorgen. So entschied sich Johann Schranner während eines Praktikums auf Dauer zu bleiben und Florian Loserth weil er bei einer befreundeten Rechtanwaltskanzlei keinen Platz fand. Der vierte Partner war Florian Hinterberger, der Schwiegersohn seiner zweiten Frau komplettierte das Team das jetzt die Kanzlei führt und so konnte er sich 2012 zurückziehen. Seither ist er nur noch gelegentlich als freiberuflicher Mitarbeiter dabei. Mehr muss auch gar nicht mehr sein weil der nächste Partner bereits vor der Tür steht.
So dankte er allen Mandanten für das über lange Jahre erwiesene Vertrauen, den Mitarbeitern für ihren Einsatz und den Partner für die Weiterentwicklung der Kanzlei und die stets freundliche Behandlung seiner Person.

Bürgermsiterin Marianne Zollner hatte Max Oelmaiers Stimme im Stadtrat schon vermisst, aus dem er 2017 ausgeschieden ist. Seine humorvolle Art und seine Fachkompetenz.
Für ihre Steuern dankte sie allen Unternehmern mit denen sie der Stadt sehr gute Jahre beschert haben. Sie gratulierte herzlich zum Jubiläum und dankte für das Engagement das nötig war um das Unternehmen aufzubauen und über so viele Jahre attraktiv und die Arbeit aktuell zu halten. Das wird immer schlimmer bedenkt man die ständig steigende Zahl Paragraphen. Da blicken nur noch Fachleute durch – solche wie es hier 40 gibt.
So dankte sie nochmals, gratulierte zum Jubiläum und wünschte eine erfolgreiche Zukunft. Damit sie im nicht im Paragraphenregen stehen bleiben hatte sie Mühldorf-Schirme dabei und Schokolade für die Belegschaft.

Dann hieß es „Film ab“.

Während sich auf der Leinwand weltbekannte Jazz-Größen von Ray Charles über Aretha Franklin bis John Belushi abmühten haben wir uns umgehört.
Marianne, 40 Jahre Kanzlei Oelmaier ist aus Mühldorf nicht mehr wegzudenken. (O-Ton)
Florian, Gratulation zu 40 Jahren Kanzlei… (O-Ton)
Es wird ja immer schwieriger… (O-Ton)
Und so geht‘s auch weiter (O-Ton)
(O-Ton Holger Nagl)
(O-Ton Christine)
(O-Ton Jürgen Wallner)
Natürlich waren auch Weggefährten aus dem politischen Umfeld dabei. Kreis-Heimatpfleger Ernst Aicher etwa, der auch Mandant der ersten Stunde ist.
Max, wenn man die Kanzlei so anschaut dann hast alles richtig gemacht. Sogar Deinen Abschied. (O-Ton)
28 Neuer Heimatfilm unterwegs - Vorspiel zur Biennale Bavaria International 2021 10:40
Die Vorbereitungen laufen schon eine ganze Weile. Nun wird‘s ernst mit dem neuen Heimatfilmfestival, einem Herzensanliegen von MdL a. D. Günther Knoblauch.
Der und die Organisatoren luden die Bürgermeister der Veranstaltungsorte, die Sponsoren und viele Unterstützer ins Mühldorfer Zimmer der VR – meine Raiffeisenbank am Mühldorfer Stadtplatz ein.
Jedem Gast drückten sie schon bei der Ankunft einen schwarzen Marker in die Hand mit dem er auf einem gelb-blauen Schild niederschreiben sollte was für ihn Heimat ist. Manche waren da ziemlich einsilbig, andere verfassten ganze Absätze… Jeder nach seinem Heimatverständnis.

Günther Knoblauch freute sich sehr über die vielen Zuhörer unter denen auch die Bürgermeister von Altötting, Mühldorf, Haag, Trostberg, Wasserburg und Burghausen waren. Und für den Tourismusverband Inn-Salzach Andrea Streiter.
Es steht ein herausragendes Ereignis bevor war Günther Knoblauch überzeugt. Tatsächlich ist es selten dass schon das Vorspiel zu einem Festival in sechs Kommunen stattfindet. Und das aus vier Landkreisen.
Er freute sich über Peter Syr der die Idee zum Festival des neuen Heimatfilms hatte und Reinhard Frauscher der mit der Bank das Festival finanziell unterstützt. Die lange Vorbereitung hatte ja auch mit der Finanzierung zu tun die natürlich auf seriöse Weise erfolgen soll.
Die VR-Meine Raiffeisenbank wird so auch ihr Premiumsponsor sein. Daneben unterstützen die Energieversorger ESB und EVIS.
Mit dem Festival beweisen die Landkreise und Kommunen gelebte interkommunale Zusammenarbeit im kulturellen Bereich.
Und weil das Thema Heimat jeden berührt sollten die Gäste bei der Ankunft niederschreiben was sie damit verbinden. Das zeigen auch die namhaften Mitglieder im Verein, angefangen von Ottfried Fischer bis zu Lisa Fitz. Und das zeigen auch die Veranstaltungsorte abseits der Metropole München. Für ihre Teilnahme dankte Günther Knoblauch allen Kinobetreibern und allen die ihre Säle zu Kinos umrüsten.
Damit stellte er zwei sehr wichtige Leute vor: Birgit Kern-Harasymiw, die in Kaufbeuren ein Festival organisiert und Joachim Kurz der als Kurator Erfahrung mit Filmfestivals hat.
Bei allem geht‘s darum die Menschen über das Medium Film dazu zu bringen sich Gedanken über die Heimat zu machen.
Über sie beide freute er sich sehr.

Bürgermeisterin Marianne Zollner dankte Günther Knoblauch und allen die so ein tolles Festival auf die Beine stellen. Und darüber dass es die Menschen anregt sich Gedanken über ihre Heimat zu machen. Für sie ist das natürlich Mühldorf.
Wenn die Leute sich darüber klar werden was für sie Heimat bedeutet, dann hoffte sie dass sie sich auch mehr engagieren und einbringen und so unsere wunderbare Kultur und unsere besondere Lebensart erhalten helfen. Die Stadt ist da gern dabei. So wünschte sie gutes Gelingen.

Sie waren schon 2017 gern dabei dieses Thema in den Mittelpunkt zu stellen erinnerte sich Reinhard Frauscher von der VR-Meine Raiffeisenbank. Er freute sich dass es nun endlich konkret wird.
Sie sehen es als ihre Aufgabe Unternehmungen zu unterstützen die anders schwierig zu realisieren wären. Das entspricht einerseits dem genossenschaftlichen Förderauftrag andererseits aber der Pflege ihres Kundenstamms dem sie eine attraktive Region bieten helfen.
So sind sie dankbar für das Projekt das auch ihre Ziele unterstützt.

Da der Begriff „Heimat“ politisch sehr kontrovers diskutiert wird, wollte Birgit Kern-Harasymiw von Günther Knoblauch wissen seit wann sie über ein Filmfestival mit diesem Thema nachdenken.
2016 kam Peter Syr mit der Idee zu ihm ein Festival des neuen Heimatfilms zu gründen. So entstand im Juli 2017 der Verein, der dann von verschiedenen Seiten Mittel zur Verfügung gestellt bekommen hat.
Erste Pläne haben gezeigt dass mehr Zeit nötig ist – und mehr Geld. So holten sie die Kommunen ins Boot und schließlich Birgit Kern Harasymiw.
Auf die Frage warum neben der anderen 70 Festivals noch eins nötig ist meinte Günther Knoblauch, so eins gäbe es nirgends, das in sechs Kommunen in vier Landkreisen mit so einem Thema angeboten wird.
Neben den Filmen wird ein umfangreiches Rahmenprogramm die Veranstaltung ergänzen und so das Mitmachen und Unterstützen ermöglichen. Die Filme sollen die Leute zusammenbringen und motivieren selbst mitzumachen.
Und wenn sich jemand angesprochen fühlt mitzumachen, der ist gern willkommen. Der kann sich bei Ansprechpartnern in den jeweiligen Rathäusern melden.

Vor dem eigentlichen Festival „Biennale Bavaria International“ das 2021 stattfindet wird‘s im April diesen Jahres ein Vorspiel geben: „Neuer Heimatfilm unterwegs“ Damit wollen sie die lange Zeit bis 2021 überbrücken und zudem Zuschauer neugierig machen auf das was 2021 folgt. Da sie die Biennale danach alle zwei Jahre durchführen wollen wird‘s 2022 voraussichtlich ein Zwischenspiel geben. Anders wäre das Projekt nicht zu finanzieren.

Sie wollen sich dem Begriff Heimat von ganz verschiedenen Seiten annähern beschrieb Kurator Joachim Kurz das Programm. Mit Spielfilmen, Dokumentarfilmen und Indipendentfilmen.
Das sollen andere Filme sein als die die in den 50er und 60er Jahren gezeigt wurden. In neuen Heimatfilmen werden eher gesellschaftliche Veränderungen thematisiert oder die Einstellung von Menschen zu bestimmten Themen. Es geht immer um die Identität des Einzelnen.
Tatsächlich hat sich der Heimatbegriff sehr verändert. Immer hängen Herkunft und Heimat zusammen. Das versuchen sie zu reflektieren.

Aus Speyer in der Pfalz stammend bekannte Joachim Kurz die zunehmende Bedeutung der Heimat für die Menschen – gerade in einer Zeit in der die Nationalstaaten an Bedeutung verlieren. Gerade die Migrationsbewegung der vergangenen Jahre zeigt die Bedeutung des Verlustes der Heimat und die Auswirkung auf die Menschen. Das Thema Heimat ist zu wichtig um es Rechtspopulisten zu überlassen.
Stars werden vermutlich keine kommen. Die Filmemacher aber schon die dann dem Publikum Rede und Antwort stehen werden.

Auf die Frage welche Art Festival es wird und ob auch Stars kommen werden schmunzelte Joachim Kurz erst und stellte es dann vor als „Best of“-Festival. Es werden künstlerisch wertvolle Filme gezeigt die geeignet sind Kino-Hochkultur in den ländlichen Raum zu bringen.
Welche Filme gezeigt werden wollte Joachim Kurz noch nicht verraten. Das Programm wird erst einige Wochen vorher vorgestellt.

Es ist schon ein ambitioniertes Vorhaben das nur durch ein engagiertes Team zu stemmen ist. Ohne fest angestellte Mitarbeiter geht das nicht meinte Günther Knoblauch und stellte Elke Grafe vor, der noch eine zweite Kraft zur Seite gestellt werden wird. Neben ihnen sind aber noch viele ehrenamtliche Helfer nötig.
Und natürlich würden sich die Organisatoren über weitere Sponsoren freuen. Ihnen allen bieten die Organisatoren ein breites Spektrum an Möglichkeiten.

Auf die Bitte um eine kurze Zusammenfassung meinte Günther Knoblauch… (O-Ton )

Auf alles das soll das Vorspiel „Neuer Heimatfilm unterwegs“ hinführen das vom 24. bis 26. April an sechs Standorten stattfinden wird.
29 Kreis-SPD stellt sich den Bürgern in Haag vor 10:40
In der Schlossgaststätte begrüßte Haags Bürgermeisterin Sissy Schätz Wähler und Kandidaten zur Wahl des Marktgemeinderates und des Kreistages. Sie musste den erkrankten Ortsvorsitzenden Peter Bauer vertreten. Besonders willkommen hieß sie Kreistagsfraktionsvorsitzenden Richard Fischer und den weiteren stellvertretenden Landrat Günther Knoblauch der später dazukommen würde. Und die Abordnung der Jusos mit Frank Mürkens an der Spitze. Besonders freute sie sich über Unterbezirksvorsitzende und Landratskandidatin Angelika Kölbl.
Sie kritisierte Aussagen von Vertretern der CSU in verschiedenen Zeitungen die Haag – ohne Neuanfang vom Niedergang bedroht gesehen haben. Das als Haager Bürger und Gemeinderat einer Zeitung weit weg vom Landkreis Mühldorf so zu sagen verstand Sissy Schätz nun gar nicht. (O-Ton )
Die Tatsachen sprechen eine ganz andere Sprache: Steigende Steuereinnahmen, das Wahrzeichen saniert, Hallenbad und Turnhalle werden gerade saniert was die Haager und die Bürger der Nachbargemeinden Millionen kostet und eine starke Position im Landkreis. Aus den umliegenden Gemeinden, aus Sankt Wolfgang, aus Soyen und sogar aus Wasserburg kommen Leute zum Einkaufen nach Haag. Deshalb ist auch die Realschule in Haag und das Krankenhaus erhalten geblieben.
Unternehmen gibts von kleinen Gewerben bis zur Industrie. Sie alle sorgen für gesunde Gewerbesteuereinnahmen. Natürlich besteht Sanierungsbedarf an Gebäuden und Straßen. Das alles wird kontinuierlich abgearbeitet so wie‘s möglich ist.
Lange Zeit konnte die Gemeinde keinen Baugrund anbieten. Jetzt kann die Marktgemeinde EU-Rechtskonform bei jeder Baulandausweisung 30% der Flächen Einheimischen anbieten. So haben Einheimische gute Chancen ein eigenes Häuschen bauen zu können. Drei Baugebiete sind so entstanden. Und zwar so dass auch die Infrastruktur mitwächst, bis hin zu Kinderbetreuungseinrichtungen.
Entwickelt wurde das Ortszentrum und für die kommunalen Gebäude haben sie eine Hackschnitzel-Fernwärmezentrale gebaut. Daran soll auch das Rathaus angeschlossen werden.
Es gibt also viel zu tun in Haag um die hoffentlich bald 7.000 Einwohner bestmöglich zu versorgen. Bei allem Wachstum soll Haag so bleiben dass man sich auf der Straße noch kennt und grüßt. Das gilt auch für den Landkreis den die Hochschule in Mühldorf erheblich aufgewertet hat.
Nachrüstung ist beim ÖPNV nötig den die Kreistagsfraktion der SPD in den zurückliegenden fünf Jahren immer wieder gefordert hat. Es hat schon wirklich lang gedauert bis im Kreistag alle verstanden haben dass der ÖPNV landkreisgrenzenübergreifend zu betrachten ist. Es haben noch nicht einmal die Grünen verstanden dass Haager auch Anschluss nach Wasserburg brauchen und Schwindegger nach Dorfen, Buchbacher nach Taufkirchen und Erding. Und Neumarkter nach Vilsbiburg.
Da gilt es über den Tellerrand hinauszuschauen.
Sie stellte die Kandidaten vor die sich um die Wahl in den Kreistag bewerben: Eva Rehbein, 61, lebt seit 31 Jahren in Haag und ist seit 18 Jahren Mitglied des Marktgemeinderates. Zudem war sie lange Jahre Sprecherin der Jugendbeauftragten im Landkreis.
Bernd Rehbein, ihr Ehemann, ebenfalls 61, möchte sich in der Jugendarbeit engagieren und helfen die Demokratie zu erhalten.
Fini Deliano, 82 und im Ruhestand ist Mitglied des Gemeinderates und da Seniorenreferentin ist in Haag bestens verwurzelt und möchte Haager Interessen im Kreistag mehr Gewicht verleihen.
Wiebke Müller, 72 geschieden und Sozialarbeiterin im Ruhestand lebt seit 14 Jahren im charmanten Haag. Auch sie möchte die Interessen der Senioren vertreten und den ÖPNV fördern der aktuell absolut unzureichend ist.
Peter Syr, bald 75 Jahre alt und nach 20 Jahren in Schweden wieder zurück in Haag ist seit 1974 in der Kultur unterwegs und da seit 1991 freiberuflicher Ausstellungsgestalter und -veranstalter. Aktuell wirkt er mit an der Realisierung des Heimatfilmfestivals „Biennale Bavaria“.

Kreistagsfraktionsvorsitzender Richard Fischer drückte erst einmal allen seinen tiefsten Respekt aus die bereit sind für ein Amt in der Kommunalpolitik zu kandidieren. Sie alle leisten ihren Anteil zum Erhalt der Demokratie.
Mit Blick auf die öffentliche Diskussion um die SPD ist er überzeugt, ohne die Sozialdemokratie sähe Deutschland, seine Länder und Kommunen anders aus. Sie verhalten sich in allen Situationen nach ihrem Grundprinzip Solidarität für alle Menschen in der Gesellschaft. Zurück zu altem und völkischen gibts bei der SPD nicht.
Die SPD vertritt die Interessen der Menschen, der Schwächeren, der Arbeitnehmer. Wie viel das ist übersieht die Berichterstattung leider oft. Auch im Kreistag.
Um den Gemeinden die Erfüllung ihrer Pflichtaufgaben zu ermöglichen hat die SPD-Fraktion im Kreistag seit 2015 die Senkung der Kreisumlage gefordert. Jetzt plötzlich sinkt die Kreisumlage – und da gleich um 2 Punkte.
Besonders die UWG-Fraktion im Kreistag hat keine Notwendigkeit für ein ÖPNV-Konzept gesehen das alle Orte im Landkreis berücksichtigt wie sie das wollen. Mit der Bevorzugung des PKWs vernachlässigen sie nicht nur die älteren Mitbürger sondern auch die CO2-Belastung der Umwelt durch den Individualverkehr.
Die Sozialdemokraten haben schon 2018 die Einrichtung eines Pflegestützpunktes gefordert. Bis jetzt ist da nichts entstanden.
Nach der großen Diskussion 2015 war es die SPD - auch im Landtag – die Maßnahmen gefordert haben die Schwimmbäder überall in Bayern zu sanieren. Großen Anteil daran, dass nun auch im Landkreis Mittel dafür bereitstehen hat auch Sissy Schätz. Nur so können junge Leute auch weiter das Schwimmen erlernen.
In aller Deutlichkeit forderte Richard Fischer die Begrenzung der Mieten in Sozialwohnungen und den Erhalt der Sozialbindung die 2024 in vielen Objekten wegfällt. Würden diese Wohnungen dem freien Markt überlassen würden viele der aktuellen Mieter bald die Mieten nicht mehr zahlen können. Es kann nicht sein dass Menschen die den Landkreis mit aufgebaut haben und trotzdem eine kleine Rente haben plötzlich sich ihre Wohnung nicht mehr leisten können. Es kann auch nicht sein, dass eine 120 Quadratmeter-Wohnung in Waldkraiburg in einem Haus das noch nicht einmal gebaut ist 458.000 Euro kostet!
Es kann auch nicht sein, dass ein Einkommen eines Ehepartners für die Miete kaum mehr ausreicht. So kann es nicht weitergehen. Auch nicht mit den Zinsen die dringend wieder steigen müssen. Und das alles muss auch der Landkreis mit bewerkstelligen.
Zuletzt bekräftigte er mit der AfD nicht zusammenarbeiten zu wollen. Die AfD hat sich in den zurückliegenden Jahren als undemokratische rückwärtsgewandte Partei geoutet und etwa für die Rente nicht einmal ein Konzept hat.

Landratskandidatin Angelika Kölbl stellte sich vor. Die 49-jährige Firmenkundenbetreuerin bei der Sparkasse Wasserburg ist Unterbezirksvorsitzende und Ortsvorsitzende der SPD in Mühldorf. Zudem stellvertretende Vorsitzende des AWO Kreisverbandes.
Sechs Kandidaten bewerben sich um die Position des Landrates. Sie selbst möchte Landrat werden weil sie sich gern engagiert und dazu beitragen möchte den Landkreis gerechter und freundlicher zu machen. Sie möchte einen neuen Politikstil etablieren. Dazu qualifiziert sie ihre Unerfahrenheit die es ihr ermöglicht frischen Wind zu bringen.
Tatsächlich gibt es viel zu tun. Etwa beim Wohnen und in der Pflege die die alternde Bevölkerung in zunehmendem Maß braucht. Da es die Großfamilien nicht mehr gibt muss da der Landkreis einspringen und passende Ressourcen vorhalten. Es ist ihr großes Anliegen älteren Menschen so lange ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen wie das nur möglich ist.
Für das alles bat sie die Zuhörer um ihre Unterstützung.

Die folgende Diskussion drehte sich um die Klinikfusion die die SPD unter der Voraussetzung unterstützt dass die Standorte erhalten bleiben und alle Mitarbeiter an allen Standorten übernommen und nach Tarif bezahlt werden. Klar war für Angelika Kölbl dass Krankenhäuser immer Unterstützung brauchen werden um die bestmögliche Versorgung bieten zu können. Zudem forderte sie die Hausarztversorgungsengpässen zu überwinden, die in wenigen Jahren droht. Hier wurde schon viel unternommen das dringend mit neuen Ideen weitergeführt werden muss. Sie unterstützte auch die Aussagen von Sissy Schätz zur Neuorientierung des ÖPNV.

Ludwig Spirkl, Pflegedienstleiter am Bezirkskrankenhaus Gabersee ist Mitglied im Aufsichtsrat der Kreiskliniken. Er bestätigte die Aussagen von Richard Fischer und Angelika Kölbl, beklagte aber den Ausschluss des Aufsichtsrates und aus den Fusionsverhandlungen. Auch er sah die Fusion als absolut notwendig um die Versorgung der Bevölkerung aufrechterhalten zu können. Für die hausärztliche Versorgung erachtete er die Einrichtung von Medizinischen Versorgungszentren als unumgänglich. Das erste Hausarzt MVZ eben hier in Haag hat gezeigt wie das laufen kann.
Gottfried Kirmeier erläuterte das geplante ÖPNV-System wie es der Kreistag beschlossen hat und forderte die Einrichtung eines Verkehrsverbundes für ganz Südostbayern in den Busse und Bahnen eingebunden werden und der an den Münchner MVV angebunden werden soll. Er schlug auch neue Lösungen vor wie Ruftaxen oder Timeshare-Modelle etwa mit Elektroautos.
Viele Fragen der Bürger betrafen Haager Themen die wir hier aussparen wollen.
30 Strassenwahlkampf in Waldkraiburg 1: CSU feiert 70 Jahre Gemeinde und 60 Jahre Stadt Waldkraiburg 9:20
Die Parteien bemühen sich im laufenden Wahlkampf besonders um Aufmerksamkeit. Wo und wann ginge das etwa in Waldkraiburg besser als am Samstag vormittag wo viele zum Wochenmarkt kommen oder einen Bummel durch die Stadt machen.
Das hatte sich auch die CSU gedacht und sich zudem ein Thema gefunden dem bis dahin kaum jemand Aufmerksamkeit gewidmet hatte: Das 70 Jahr-Jubiläum der Gemeindegründung und das 60 Jahr-Jubiläum der Stadterhebung. Vor 10 Jahren feierte die Stadt ein ganzes Jahr lang erinnert sich Altbürgermeister Siegfried Klika. Das war wirklich ein Jubiläumsjahr… (O-Ton)

Zum Feiern kamen prominente Gäste: MdL Dr. Marcel Huber und MdB und parlamentarischer Staatssekretär im Bundesinnenministerium Stephan Mayer. Und natürlich waren auch alle Stadträte da und die die‘s werden wollen. Dazu gehört auch Bürgermeisterkandidat Wolfgang Nadvornik. Ihn nahmen die Interessierten so in Beschlag dass es uns schwer fiel ihn für ein paar Worte frei zu bekommen.
Da tauschten sich dann Senioren mit den jüngsten Kandidaten genau so aus wie ältere Kandidaten mit jüngeren Bürgern. Sogar viele aus anderen politischen Lagern informierten sich über die Pläne der CSU und ihre Kandidaten. Und wie das so üblich ist lief das auf sehr sachlicher Basis sehr harmonisch ab. Sprichwörtlich auf Augenhöhe begegneten sich Stadt- und Kreistagsfraktionsvorsitzender Anton Sterr und MdB Stephan Mayer.
Die CSU hatte für Bewirtung gesorgt und jede Menge Werbegeschenke vorbereitet. So wurde es ein buntes Jubiläumsfest für die Stadt.
Trotz allem war jedem klar worum‘s hier eigentlich ging. Herr Dr. Huber, der Kommunalwahlkampf geht langsam in die heiße Phase… (O-Ton)

MdB Stephan Mayer, MdL Dr. Marcel Huber und Bezirksrätin Claudia Hausberger trugen mit der Spende der Preise zum Stadtquiz bei. Für das die Teilnehmer einige Fragen zu beantworten hatten.
Das neue Dreamteam der CSU hatte seine Freude an den ersten warmen Sonnenstrahlen in diesem jungen Jahr.
Wolfgang Nadvornik war ständig umlagert, musste Rede und Antwort stehen und für das eine oder andere Selfie herhalten. Kurz vorbei geschaut hat auch MdL a. D. Ulli Lode. Er wünschte den Kandidaten viel Kraft und viel Erfolg.
Und sogar der ehemalige CSU-Vorsitzende und Stadtrat Dietmar Heller war aus dem Allgäu nach Waldkraiburg gekommen um mitzufeiern. Ein gern gesehener Gast der Waldkraiburg maßgeblich mit geprägt hat.

Etwa später kam Landratskandidat Max Heimerl dazu. Und wenn da schon zwei solche Schwergewichte zusammentreffen, dann halten wir uns mal raus! (O-Ton )

Na – dem wollen wir nichts hinzufügen und nur noch sagen, dass Charlotte Konrad auf die Frage warum die CSU das Stadtjubiläum feiert und nicht die ganze Stadt etwas flappsig gemeint hat – Wieso – Die CSU ist doch Waldkraiburg und Waldkraiburg die CSU!
31 Straßenwahlkampf in Waldkraiburg 2: Erfinder zu Gast bei der FDP 9:32
Wie alle anderen Parteien bemühen sich auch die Freien Demokraten um Aufmerksamkeit. Während vor dem Rathaus die CSU das Stadtjubiläum gefeiert hat stellte die FDP ihren Informationsstand gegenüber der Antonius Apotheke auf. Dort erwarteten Landratskandidat Peter Corticelli und Bürgermeisterkandidat Valentin Clemente interessierte Bürger.
(O-Ton Peter Corticelli)

(O-Ton Valentin Clemente)
Dann kam Karl Paul vorbei, der seinem Rollator einen smarten Antrieb verpasst hat. Er hat die hinteren Räder durch ein Hoverboard ersetzt und kann so bis zu 15 Kilometern mit einer Geschwindigkeit von bis zu 15 Kilometern pro Stunde zurücklegen. Man kann das Hoverboard aber auch ganz einfach abnehmen und die Räder wieder anstecken. Das Gerät ist bereits patentiert und Karl Paul steht in Verhandlung mit mehreren Herstellern die das in Serie bauen wollen. Nach kurzer Demonstration brauste er genau so schnell davon wie er gekommen ist…
(O-Ton Peter Corticelli)
32 Unterhaltsamer politischer Abend bei den Freien Wählern in Töging 11:20
Zu einem bunten Wahlkampfauftakt hatten die freien Wähler in Töging in den Saal des Gasthauses Springer eingeladen und waren stolz auch noch den letzten Platz besetzt zu sehen.
Sicher ist es ungewöhnlich die Party schon vor der Wahl zu feiern meinte Alexander Wittmann und begründete die ungewöhnliche Reihenfolge, sie wollten nicht sich sondern die Wähler feiern.
Als er vor 12 Jahren zum ersten Mal zum Stadtrat kandidiert hatte musste er erst lernen was einen freien Wähler ausmacht, erinnerte sich Alexander Wittmann an seine Anfänge. Freie Wähler sind offen für Neues und suchen den besten Weg in der intensiven Auseinandersetzung mit allen Teilen der Gesellschaft.
Damit übergab er an die äußerst charmante Bürgermeisterkandidatin Brigitte Gruber, die sich natürlich auch über das große Interesse der Töginger freute.
Da die meisten sie als „Gruber Gitti“ kennen stellte sie sich kurz vor: Die 59-jährige gebürtige Tögingerin arbeitet als Personalratsvorsitzende beim Finanzamt in Mühldorf. Seit 2002 im Stadtrat ist sie dessen Kulturreferentin. Mitglied in zahlreichen Vereinen liegt ihr besonders der Ski-Club Töging am Herzen dessen erste Vorsitzende sie seit etwa 10 Jahren ist.
Ihre Erfahrungen in ihrer Tätigkeit im Stadtrat und in der Verwaltung prädestiniert sie als Kandidatin für die Wahl zum Bürgermeister anzutreten – war Gitti Gruber überzeugt.
Sie will Bürgernähe herstellen, also für die Bürger leben. Sie will vor Ort sein und Probleme im Entstehen erkennen. Im Stadtrat sollen Bürger nicht nur fragen stellen sondern auch mitreden können.
Bürgermeistersprechstunden sollten zwei Mal pro Monat stattfinden und die Bürger mit maximaler Transparenz möglichst früh in Entscheidungen eingebunden werden. Die Kommunikation erachtete sie als Schlüssel. Das ist in der Vergangenheit oft nicht gut gelaufen.
Gitti Gruber sieht das Rathaus als Dienstleister für Kunden und nicht obrigkeitliche Behörde.
Bürgermeisterin zu sein erachtete sie nicht als Selbstzweck sondern als Aufgabe mit großer Verantwortung. Mit Verlässlichkeit, Offenheit und Ehrlichkeit will sie für die Bürger da sein. (O-Ton Vorher sagen ...)
Da die Zahl der Schüler steigt ist umfangreichere Mittagsbetreuung nötig – ging sie ins Detail. Ein Konzept für die Betreuung der Kindern in den Ferien haben die Freien Wähler bereits erarbeitet.
Dringend nötig Maßnahmen den zunehmenden Verkehr an verschiedenen neuralgischen Punkten anders zu führen. Etwa am sogenannten Stachus oder am Neubaugebiet am Toerring-Hof wo viele Senioren einziehen werden. Obwohl schon viel geschehen ist müssen auch die alle weiteren Wohnstraßen dringend saniert werden. Dringend gebaut werden muss die längst geplante Industriestraße. Es kann nicht sein dass der gesamte Schwerverkehr auf Dauer über den Toerringhofberg läuft.
Das Schwimmbad ist ein überregional bekanntes Aushängeschild. Das muss erhalten bleiben – und das Planschbecken dringend saniert werden. Es wäre ihr ein Herzenswunsch Kindern unter 12 Jahren freien Eintritt zu gewähren. Das würde auch helfen die Nichtschwimmerquote zu senken.
Gut entwickelt hat sich die Wirtschaft in Töging die ein Arbeitskreis aktiv unterstützt. Sie erwartete aber mehr Initiative von Seiten der Stadt in diesem Arbeitskreis.
Zu wenig Bewegung ist nach Gitti Grubers Darstellung in der Grundstückspolitik der Stadt. Genau so wie in den Anstrengungen zur Gewerbeansiedlung oder im Wohnungsbau.
Ein großes Thema ist die Infrastruktur. Zwar läuft eine Probebohrung nach Tiefenwasser – ein Thema das Sepp Neuberger schon vor 10 Jahren angesprochen hatte.
Ein Thema das alle Parteien behandeln ist das alte Polizeigebäude. Da eine Sanierung nicht finanzierbar ist bevorzugte sie einen mehrstöckigen Ersatzbau mit Hotel, Begegnungsstätte für jung und alt und einem Restaurant oder Café mit Terrasse das den wunderschönen Rathausplatz beleben würde. (Applaus) Bücherei oder Heimatmuseum brächten keine Verbesserung der Stadtmitte. Auch denkbar wäre ein städtischer Veranstaltungsraum für Unternehmen der Vereine.
In ihrer Funktion als Kulturreferentin beklagte Gitti Gruber das rückläufige Kulturangebot. In der schwierigen Lage zwischen Mühldorf und Töging ist es nötig Nischenangebote zu bieten. Das ist bisher gut gelungen muss aber ausgebaut werden.
Eine Vision wäre den stadteigenen Sportplatz am Wasserschloss durch familienfreundliche Wohngebäude zu ersetzen. Der Sportplatz am Harter Weg könnte dann zum Sportpark ausgebaut werden. Das wäre ein Traum mit Fußball, Tennis, Mountainbikern, Skatern und vielem mehr. So wäre auch die Jugend sinnvoll beschäftigt.
Den Jugendtreff sah sie als gescheitert. Wer will schon ins „Göbbels“ gehen??? Schließen ist aber keine Alternative – ein neues Konzept muss her, mit anderen Öffnungszeiten und einem anderen altersgerechten Angebot.
Jetzt dringend angepackt werden muss der Stadtpark an der Regenbogenschule. Auch dafür gibt‘s ein Konzept das später vorgestellt werden sollte.
Für alle diese durchaus realistischen Ziele steht sie selbst und alle Kandidaten der Freien Wähler. Und wie schon immer will sie auch in Zukunft ihre Heimatstadt zusammen mit den Kandidaten der Freien Wähler weiter gestalten. Schließlich steht bei ihnen der Bürger im Mittelpunkt.

Landschaftsarchitektin Beatrice Schötz aus Pleiskirchen stellte das Konzept für die Neugestaltung des Stadtparks vor. Ausgehend von der aktuellen Situation zwischen Kirche Sankt-Johann-Baptist, Hauptstraße mit Café Catienda und ehemaligem Gasthof Gillhuber schlug sie vor einen Mehrgenerationenpark zu schaffen. Dann hätten die Schüler der angrenzenden Grundschule genau so Raum wie Senioren. Zudem könnte der Inklusionsgedanke umgesetzt - also die Anlage barrierefrei ausgeführt werden. Sogar mit Spiel- und Fitnessgeräten für behinderte Kinder. So einen Spielplatz gibts in keinem der beiden Landkreise. Wie das aussehen könnte zeigte sie in einem Video.

Das Duo „The Beauty and the Bear“ sorgten für den ersten unterhaltsamen Teil des Abend und gab so Gelegenheit das Gehörte zu diskutieren.

Gitti Gruber führte in die Vorstellung der Kandidaten ein. Sie haben eine starke Liste war sie überzeugt, eine die die Gesellschaft abbildet. Da finden sich Verwaltungsleute, Selbständige, Angestellte, Handwerksmeister, Gesundheitsleute und auch ein Rechtsanwalt. Sie alle haben den Mut zu kandidieren und wollen aktiv gestalten anstatt zu jammern und zu schimpfen.

Sie stellte die Kandidaten in umgekehrter Reihenfolge der Listenplätze vor:
Auf Platz 20 Ludwig Wimmer, 66, Schulrektor im Ruhestand.
Platz 19: Rita Veit, 68 und Rentnerin und seit 5 Jahren in Töging wohnhaft.
Platz 16: Helmut Beck, 54, waschechter Töginger und Versicherungsfachmann.
Nach einer weiteren musikalischen Einlage dann die Kandidaten 15 bis 11:
Platz 15 Stefan Rosenberger, 30 und Heilerziehungspfleger in Ecksberg.
Platz 14 Thorsten Veit, 43, IT Systemelektroniker und seit 5 Jahren in Töging ansässig.
Platz 13, Birgit Ehrmann, 23, Restaurantfachfrau und aktuell Altenpflegerin.
Platz 12, Michael Stockinger, 40, Elektromeister und Wirtschaftsfachwirt. Ein anpackendes Töginger Urgestein.
Platz 11, Alexander Bachmaier, 38 und Selbständiger Künstler und Kulturveranstalter. ER war krankheitsbedingt entschuldigt.

Bevor Gitti Gruber zu den nächsten Kandidaten kam unterhielt die Showtanzgruppe Spirit Fingers.

Weiter in der Kandidatenvorstellung mit Listenplatz 10: Harald Lohner, 58 und Telekommunikationselektroniker im Vorruhestand.
Platz 9: Christian Wissing, 42 und Chemikant von Beruf ist auch Jugendtrainer beim FC Töging.
Platz 8: Sylvia Heuschneider, 54, Yogalehrerin mit eigener Praxis.
Platz 7: Reinhold Eichelberger, 66 und selbständiger Maler und Lackierermeister.
Platz 6: Volker Meusbacher, 48 und selbständiger Unternehmer.
Platz 5: Birgit Unterhuber, 49 und Diplom Rechtspflegerin (FH) am Insolvenzgericht am Amtsgericht in Mühldorf.
Platz 4: Klaus Maier, 51 und selbständiger KFZ Meister und Abteilungsleiter beim FC Töging.
Platz 3: Josef Neuberger, 66, Rechtsanwalt und im aktuellen Stadtrat Baureferent
Platz 2: Alexander Wittmann, 39 und Gastronom.
Auf Platz 1 kandidiert natürlich sie selbst, Brigitte Gruber, 58, Finanzwirtin und im Aktuellen Stadtrat Kulturreferentin.

Sie schlossen die Kandidatenvorstellung mit einem weiteren Auftritt der Spirit Fingers ab.

Damit aus der Wahlveranstaltung die versprochene Party wurde verloste Klaus Maier dann eine ganze Reihe wertvoller Preise. Zudem konnten sich die Gäste am Selfieautomaten fotografieren lassen oder später an der Bar den einen oder anderen Drink genießen.
Nochmal an den politischen Zweck des Abends erinnerten die Kandidaten mit einem gemeinsamen Lied…
Kein Wunder dass es lang dauerte an diesem besonderen Abend von dem sich die Freien Wähler in Töging doch einiges versprechen.

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