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"Alle Politik ist auch Frauenpolitik" - StMinin Ulrike Scharf wirbt bei der Frauenunion Waldkraiburg engagierte Frauen in die Kommunalpolitik |
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25.07.25 |
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Im Frühstücksraum des Gästehauses eines wunderschön gelegenen ehemaligen Bauernhofes im Süden von Waldkraiburg kamen Interessierte zusammen um Frauen zu ermutigen sich politisch zu engagieren.
Als besonderen Gast hatte die Frauenunion Waldkraiburg Bayerns Sozialministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin Ulrike Scharf gewinnen können. Sie ist allen bestens bekannt, weil sie noch vor einigen Jahren dem Bezirk Oberbayern der Frauenunion vorgestanden hatte. So wurde etwa das Wiedersehen mit Kreisfrauenunions-Ehrenvorsitzender Eva Köhr zum Treffen alter Bekannter.
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Ulrike Scharf nahm die Gelegenheit wahr und gratulierte dem neu gewählten Kandidaten für die Wahl zum Bürgermeister herzlich zu seinem hervorragenden Ergebnis: Emil Kirchmeier.
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Stephanie Pollmann freute sich sehr über den zahlreichen Besuch der kleinen Veranstaltung. Tatsächlich waren neben den Mitgliedern der Frauenunion Waldkraiburg auch Heldensteins Bürgermeisterin Antonia Hansmeier gekommen, Aschaus Bürgermeister Christian Weyrich, Mühldorfs FU Ortsvorsitzende Inge Bazelt, VdK Kreisvorsitzende Rosina von Roennebeck, und viele mehr.
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Hausherr und Neu-CSUler Wolfgang Hintereder freute sich über den Besuch und stellte den etwa 1000 Jahre alten Ort Holzhausen vor. Ihr Hof – auf dem sie seit 50 Jahren „Urlaub auf dem Bauernhof anbieten“ ist seit 1600 durchgehend im Besitz seiner Familie, deren drei Generationen auf dem Hof zusammenleben.
Er war überzeugt, Waldkraiburg braucht einen Wandel weshalb er sich der CSU angeschlossen hat. Dazu erhoffte er sich Erkenntnisse von diesem Vormittag
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Frauenunions-Ortsvorsitzende Christine Graupner hieß alle genannten Zuhörerinnen herzlich willkommen. Später dazustoßen würde Ehren-Kreisschatzmeisterin Inge Schnabl.
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Ulrike Scharf freute sich über die Initiative der Frauenunion Waldkraiburg. Genau solche Aktionen sind nötig um Frauen zu motivieren sich politisch einzubringen. Um als Gemeinde-, Stadt- oder Kreisrätin zu kandidieren oder sogar als Bürgermeisterin.
Es war von Anfang an eine Aufgabe der Frauenunion Frauen in die Politik zu bekommen. Leider gibt es da ziemlichen Nachholbedarf wie die Parlamente zeigen, die aus den kürzlichen Wahlen hervorgegangen sind. Tatsächlich ist die Zahl der Frauen dort gesunken. Ihre Aufgabe zu erfüllen ist also wichtiger denn je.
Die Diskussion über eine Frauenquote ist etwa bei der CSU nicht nötig, bei der auch ohne eine solche Regelung schon jetzt 40% der Vorstände Frauen sind. Problematisch ist allerdings die Kommunalpolitik. Es bleibt als weiter ihre Aufgabe, Kandidatinnen für Gemeinde-, Stadt- und Kreisräte zu werben, bat Ulrike Scharf um Hilfe.
Obwohl Frauen geneigt sind alles können und wissen zu müssen bevor sie Verantwortung übernehmen, war sie überzeugt, sie können das! Es ist ein Irrglaube zu denken, sie könnten das nicht obwohl sie doch bestens ausgebildet sind und mit beiden Beinen fest im Leben stehen.
Da die Kommunalpolitik auf ehrenamtlichem Engagement beruht – wie übrigens alle Vereine – braucht es schon das Quentchen „Mehr“ um mitmachen zu können.
Nachdem Ulrike Scharf die Bedeutung des Ehrenamtes gewürdigt hatte, das in Bayern besonders stark ist, war sie überzeugt, Frauen bereiten sich auf Sitzungen akribischer vor als Männer. Das bedeutet natürlich Zeit und Aufwand. Darauf muss man sich natürlich schon einlassen.
So freute sie sich auf die Kommunalwahl, die ausgerechnet am Weltfrauentag stattfindet, also am 8. März 2026 (O-Ton)
Natürlich kandidiert sie selbst wieder für den Kreistag von Erding weil Kommunalpolitik eben Dinge regelt, die die Menschen im direkten Umfeld betreffen. Sie war überzeugt, Frauen beherrschen die Kunst Mehrheiten zu finden besser weil sie eher ausgleichend agieren.
So hat sie es geschafft, nach mehreren Anläufen das Ladenschlussgesetz von 1956 neu zu fassen. Nach vielen Gesprächen sind jetzt alle zufrieden. Alle bis auf die Kirchen, die vielleicht ein bissl mehr mit der Zeit gehen müssten.
In den vielen Diskussionen hatte sie festgestellt, dass Frauen andere Sichtweisen einbringen und eher auf Ausgleich bedacht sind.
Weiter gibt es in ihrem Ministerium eine Abteilung für den Frauenschutz. Mit Beratung, einer Anlaufstelle für Gewalt gegen Frauen und der Betreuung von Frauenhäusern stehen sie weiter Betroffenen zur Seite.
Ulrike Scharf wollte noch auf die Vorbilder hinweisen. Vorbilder brauchen wir alle.
Vorbildliche Frauen stellt eine Internetseite ihres Ministeriums vor. Dort finden sich 80 Portraits von Frauen die in ihrem Umfeld und in ihrem Lebensbereich vorbildliches geleistet haben.
Obwohl also Frauen genauso viel leisten wie Männer wird ihre Arbeit noch immer unterschiedlich bezahlt. Darauf gilt es immer wieder hinzuweisen.
Aufhören muss auch die geschlechterorientierte Berufswahl. Und auch das Festhaften an einem längst überholten Rollenbild. Frauen gehören also nicht nur in Kitas sonder auch in eine Bank oder eine Behörde. Dazu gehört auch dass wieder mehr Männer Grundschullehrer werden. Kinder brauchen nämlich das Vorbild beider Geschlechter.
Da alle Politik auch Frauenpolitik ist, war Ulrike Scharf überzeugt, sie können das alles….
Frauen müssen also ihre Selbstzweifel überwinden und anpacken. Egal ob in der Kommunalpolitik oder in der Staatsregierung.
Dass sie damit erfolgreich sind, zeigen die Erfolge der Vergangenheit. Sie dürfen wählen, ein Bankkonto ohne die Unterschrift des Mannes eröffnen und vieles mehr. Nun gilt es eben die nächsten Schritte zu gehen.
So freute sie sich über diese Initiative der Frauenunion Waldkraiburg. Und besonders darüber, dass der Wahltag gleichzeitig der Weltfrauentag ist.
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Christine Graupner war überzeugt, Frauen haben in Waldkraiburg schon immer eine aktive und wichtige Rolle gespielt. Ob das Annemarie Deschler als Vorsitzende des VfL Waldkraiburg war oder Eva Köhr oder die Stadträtinnen.
Annemarie Deschler erinnerte an ihre aktive Zeit als Vorsitzende des Sportvereins oder als Stadträtin und war überzeugt, das war nur möglich weil ihr ihr Mann die Freiheit dazu gegeben hatte. Frauen können sich nur engagieren wenn ihr Mann sie dabei unterstützt.
Viele Beispiele zeigten, dass darin einer der wesentlichen Punkte liegt. Das bestätigte auch Bürgermeisterin Antonia Hansmeier.
Herzlich willkommen hat Ulrike Scharf dann Inge Schnabl die Ehren-Schatzmeisterin der Kreis-Frauenunion.
In einer etwa einstündigen Gesprächsrunde diskutierten dann Heldensteins Bürgermeisterin Antonia Hansmeier, Stephanie Pollmann und Ulrike Scharf auf der Basis vorgegebener Fragen die Herausforderungen, denen Frauen gegenüberstehen wenn sie sich politisch engagieren. Meist akzeptieren sie die Bürger wenn sie nach anfänglicher Skepsis erkennen, dass sie ihre Aufgaben genauso gut erledigen wie ihre männlichen Kollegen. Trotzdem müssen sie noch immer mehr leisten als die Männer um sich die Anerkennung der Gesellschaft zu sichern.
Die Motivation sich einzubringen liegt natürlich bei jeder anders. Während Antonia Hansmeier ihre Heimat gestalten und voranbringen will, wollte Ulrike Scharf, die aus einer politisch engagierten Familie stammt, die Schulsituation in ihrer Heimatgemeinde ändern im östlichen Landkreis Erding verbessern.
Und natürlich sind auch die Erfahrungen in Gemeinde- und Stadträten unterschiedlich. Häufig waren die Damen von politisch interessierten Eltern geprägt worden was den Einstig natürlich begünstigte. Stephanie Pollmann etwa ist mehr oder weniger im Umfeld von Frauenunion und Stadtrat aufgewachsen. So war der Einstieg in die Kommunalpolitik eher eine logische Folge.
Viele weitere Fragen hatte Christine Graupner vorbereitet und die Damen berichteten ihre persönlichen Erfahrungen auf allen Ebenen der Politik.
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Christine Graupner und Stephanie Pollmann dankten Staatsministerin Ulrike Scharf für ihren Besuch und den informativen Austausch und entließen den Prominenten Gast auf den schon der nächste Termin wartete. |
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Auch nach 40 Jahren muss sich das Projektehaus Jagus der AWO immer wieder neu erfinden |
13:40 |
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Das Projektehaus Jagus der Arbeiterwohlfahrt entstand zu einer Zeit als man Lösungen gesucht hat, Jugendlichen mit sozialen oder Lernproblemen zu ermöglichen durch besondere Betreuung eine Lehre zu absolvieren und so fit zu werden für den sogenannten ersten Arbeitsmarkt. Damals wiesen die Agenturen für Arbeit schwer vermittelbare Jugendliche Jagus zu und finanzierten deren Ausbildung, die tatsächlich viel mehr war als nur eine Berufsausbildung.
Nun feierte das Projektehaus sein 40-jähriges Bestehen mit einem Fest-Vormittag.
Im Foyer des Projektehauses hießen die Verantwortlichen alle willkommen, die sie über die vielen Jahre unterstützt und begleitet haben. Zur Musik von Coutry-Sänger Joe Werner genossen sie den ungezwungenen Austausch bei einem Gläschen Sekt.
So lang, bis Helena Kalinin, sie alle nach oben bat.
In der ehemaligen Werkstatt der Raumausstatter unterhielt Joe Werner so lang bis alle Platz gefunden hatten. Die Auszubildenden genehmigten sich den Überblick über das Geschehen.
Ob Joe Werner mit Reinhard Mei’s „Über den Wolken“ das Wohlergehen des Projektehauses beschreiben wollte?
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AWO Kreisvorsitzende Angelika Kölbl hieß die Zuhörer willkommen und freute sich über sie alle. Besonders über MdB Stephan Mayer, dem sie für sein jahrelange Unterstützung dankte.
Weiters freute sie sich über stellvertretenden Landrat Richard Fischer, die Bürgermeister Robert Pötzsch, Antonia Hansmeier und Roland Kamhuber. Ihnen allen dankte sie herzlich für die jahrzehntelange gute Zusammenarbeit.
Und natürlich freute sie sich über die Anwesenheit der Vertreter der Arbeiterwohlfahrt aus dem Ortsverein und dem Kreisverband. Besonders freute sie sich über Klara-Maria Seeberger und Ehren-Kreisvorsitzende Britta Hennersdorf.
Besonderer Dank galt Kreishandwerksmeister Rainer Dachsberger weil die Handwerkerschaft im Landkreis sie eben nicht als Konkurrenten sieht.
Besonders freute sie sich über Helena Kalinin, ihr Herz und ihre Seele an ihrer Seite. Ohne jemanden wie sie wäre die Führung eines Kreisverbandes wie des ihren nicht möglich.
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MdB Stephan Mayer gratulierte erst einmal zum 40-Jahr-Jubiläum des AWO Projektehauses Jagus. Sie können stolz sein auf dieses langjährige große Engagement.
Obwohl man denken könnte, nach 40 Jahren wäre das Gröbste überstanden haben sie doch sehr wechselhafte Jahre durchlebt. Sie mussten sich immer wieder selbst erfinden. In den 1980er Jahren gegründet, haben sie sich immer wieder um andere Menschen gekümmert, die nach Deutschland gekommen sind und Hilfe gebraucht haben. Waren es in den 1980er Jahren Spätaussiedler und Aussiedler kamen zuletzt Flüchtlinge aus verschiedensten Ländern. Alle Jahre gleich war aber neben der Vermittlung fachlicher Qualifikationen auch die Persönlichkeitsbildung. Sie mussten die Menschen erst stabilisieren, ihre Selbstachtung und ihr Selbstbewusstsein stärken. Dafür dankte er ihnen herzlich.
Bemerkenswert war auch, dass sie das Angebot der Ausbildungsberufe immer wieder erweitert haben. Es ist schon ein großer Erfolg, dass sie es schaffen mehr als drei Viertel aller Auszubildenden zum Berufssbschluss zu führen und sie so in den ersten Arbeitsmarkt einzuführen.
Mit Klara-Maria Seeberger hatte er immer Kontakt wenn’s wo gebrannt hat. (O-Ton Klara)
Seine Unterstützung wird er auch weiter fortsetzen. Gerade weil sie derzeit wieder eine schwierige Zeit durchleben. Allerdings wäre es nicht seriös nur auf Staatsgelder zu setzen. Heute müssen auch Projekte wie Jagus sich im Markt behaupten und sich an ihren Leistungen messen lassen. Da die Kassen der Bundesagentur für Arbeit eher klamm sind, hoffte Stephan Mayer sie würden sich auch jetzt wieder neu erfinden um die erfolgreiche Arbeit der zurückliegenden Jahre fortsetzen zu können. Für die dankte Stephan Mayer allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die ja mehr leisten als reine Handwerksmeister.
Besonderer Dank galt allen Ehrenamtlichen in der AWO, deren Leistung nicht hoch genug einzuschätzen ist. So wünschte er dem Projektehaus viele weitere erfolgreiche Jahre.
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Auch Stellvertretender Landrat Richard Fischer gratulierte zum Jubiläum. Da er die 40 Jahre selbst miterlebt hatte war er überzeugt, hier wird gute Arbeit geleistet weil sie jungen, sozial benachteiligten Menschen den Einstieg in die Gesellschaft und die Berufswelt ermöglichen und damit den Grundstein für ein erfolgreiches Leben legen. Dazu kann man nur gratulieren. Seit 40 Jahren verfolgt und unterstützt der Landkreis diese Ziele, hat sich das Projektehaus Jagus in den zurückliegenden Jahrzehnten durch eine erfolgreiche Kooperation mit der Agentur für Arbeit, dem Jobcenter und dem Amt für Jugend und Familie bewährt. Mit zahlreichen Programmen haben sie so die Ziele umgesetzt, die auch der Landkreis verfolgt und Angebote zur Energieberatung und Energiemanagement für schwache Haushalte entwickelt. Zudem arbeitet die Untere Naturschutzbehörde mit dem Jagus Projektehaus zusammen, pflegt Grünflächen und vermittelt damit ökologisches Wissen. So sind in den zurückliegenden 21 Jahren im gesamten Landkreis über 150 Hecken mit einer Gesamtlänge von rund 18 Kilometern entstanden.
Für den unermüdlichen Einsatz dabei dankte Richard Fischer im Namen von Landrat Max Heimerl und des gesamten Landkreises allen Mitarbeitern und versicherte ihnen, es gibt hier noch viel zu tun. Auch wenn aktuell Schwierigkeiten zu bewältigen sind war er zuversichtlich dass es weitergehen wird.
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Waldkraiburgs Bürgermeister Robert Pötzsch gratulierte zum 40. Geburtstag. Jubiläen sind nach seiner Ansicht durch 25 teilbar, also der 25, 50. oder 75. Jahrestag. Allerdings soll man Feste feiern wie sie fallen…
Wenn derzeit allerorten Abschlussfeiern stattfinden und man in den Augen der Absolventen die Freude über das Geleistete sieht, und hört, welche Ziele die einen verfolgen und die anderen nicht wissen wie’s weitergehen soll, dann passt das Projektehaus Jagus genau dazuwischen weil es Orientierung geben kann. Sie bieten hier die Möglichkeit verschiedenes auszuprobieren und das passende zu finden. Das ist heute nötiger als früher als junge Leute schon vom Elternhaus für die wenigen Richtungen geprägt wurden.
Nachdem Robert Pötzsch die Leistungen der Arbeiterwohlfahrt gewürdigt hatte, freute er sich auf das Jubiläum in 10 Jahren und wünschte weiter gutes Gelingen.
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AWO Kreisvorsitzende Angelika Kölbl hatte ob des emotionalen Themas ihre Rede diesmal sorgfältig vorbereitet.
Seit 40 Jahren ist das Projektehaus Jagus eine Institution, die aus dem Landkreis scheinbar nicht mehr wegzudenken ist.
Leider leben wir in schwierigen Zeiten. Solchen die Menschen allen Alters in vielerlei Hinsicht überfordert. Sowohl die mediale Überflutung, die vielen Krisen, die Verrohung der Sprache, besonders in den unsozialen Medien, Mobbing in Schulen und im Beruf und eine Vertrauenskrise besonders in den Staat.
Es muss gelingen diese Vertrauenskrise zu überwinden um das Zusammenleben weiter stabil zu halten.
Überwunden werden muss auch die Vertrauenskrise in die alten Werte.
Auch wenn viele auf der Basis dieser Werte aufgewachsen sind, stellt sich heute die Frage ob das noch gewünscht ist.
Auch wenn manche einfache Lösungen anbieten scheitern sie doch an der Realität. Also an den Anforderungen der Behörden die viele überfordern. Zwar haben wir alle damit zu kämpfen und scheitern doch gelegentlich.
Um wieviel mehr junge Erwachsene denen die eigenen Eltern keinen Halt geben können. Die dann schon in der Schule scheitern und in der Gesellschaft nicht zurecht kommen.
Da bildet das Projektehaus Jagus - mitten in der Stadt, mitten im Gewerbegebiet angesiedelt - das Bindeglied. Hier bieten sie in einer familiären Insel die Betreuung, die die Jugendlichen brauchen. Diese Insel gilt es um jeden Preis zu schützen.
In einer Zeit in der überall Förderprogramme eingestellt werden, und überall gespart werden muss weil das Geld für den – unbestritten wichtigen - Schutz des Landes benötigt wird, darf doch der einzelne Mensch nicht vergessen werden. Dafür müssen alle miteinander etwas bewegen. Da weiter mitzuhelfen bat Angelika Kölbl die Zuhörer fast flehentlich.
Wie Stephan Mayer sagte, müssen sie sich auch weiter täglich neu erfinden. Das wollen sie auch weiter machen.
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Helena Kalinin stellte das Team des Projektehauses AWO vor. Viele von ihnen sind seit 30, 25, 22 Jahren dabei. Ihre Perle etwa, Sandra Eigner, ist seit fast 14 Jahren bei dem Projektehaus.
Ohne sie alle würde das Projektehaus nicht funktionieren. So dankte ihnen Helena Kalinin für ihr Engagement. Da sie selbst erst seit einem Jahr dabei ist, war sie überzeugt, ohne sie alle ginge es nicht.
Sandra Eigner hatte bemerkt, dass ihr selbst noch niemand gedankt hatte. So dankte sie Helena Kalinin für das gute erste Jahr in dem sie die Geschicke des Projektehauses gelenkt hatte. Und die Mitarbeiter schlossen sich an und dankten auch Sandra Eigner.
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Helena Kalinin schloss sich Angelika Kölbls Bitte um Unterstützung an weil sie das Projektehaus nur damit weiterführen können.
Das wusste natürlich auch Bernd Wegmann, der Vorsitzende des Ortsvereins Waldkraiburg der AWO. Zunächst gratulierte auch er zum Geburtstag und kündigte eine Dokumentation über die AWO und ihre Einrichtungen an, die später im Jahr fertiggestellt werden wird.
Im Ortsverein haben sie beschlossen, mit einer Spende zum Fortbestand von Jagus beizutragen. Diese Spende überreichte Bernd Wegmann dann gleich.
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Helena Kalinin nutzte die Gelegenheit den Jugendlichen ihre Zeugnisse zu überreichen, die ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben. Ihnen allen gratulierte sie herzlich und wünschte für viel Erfolg für ihre berufliche Laufbahn.
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Joe Werner schloss die Feierstunde bevor die Gäste bei kleinen Häppchen den Vormittag beschlossen. Und natürlich blieben die nachdenklichen Worte von Angelika Kölbl nicht ohne Diskussionen… |
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Abschlussfeier an der Berufsschule 1 - 104 neue Fachleute und 18 Absolventen mit Staatspreisen geehrt |
15:05 |
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Von Jahr zu Jahr umfangreicher werden die Abschlussfeiern in der Aula der Berufsschule 1 in Mühldorf, die heuer ausnahmsweise nicht am heißesten Tag des Jahres stattfand.
Sogar die Lehrerband ist personell so angewachsen, dass sie sich in zwei Reihen aufstellen mussten. Gleich geblieben ist der Titel ihres Begrüßungsstücks, dem Te Deum, das der französische Komponist Marc-Antoine Charpentier Ende des 17. Jahrhunderts niedergeschrieben hat.
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Stellvertretender Schulleiter Michael Haase war überzeugt, auf die Absolventen trifft das Sprichwort zu, „Handwerk hat goldenen Boden“. Sie alle sind so das Gold von morgen. Wenn sie nun 104 erfolgreiche Absolventen verabschieden, dann sind darunter auch 45, die den mittleren Schulabschluss erreicht haben und 18, die sogar einen Staatspreis der Regierung von Oberbayern erreicht haben. 8 sogar mit der Traumnote 1,0.
Michael Haase hieß die Eltern willkommen, die Familien und Freunde, die Ausbilder und die Vertreter der verbundenen Institutionen. Ihnen allen dankte er für die Untersützung der jungen Leute. Nur zusammen mit ihnen haben sie ihre hervorragenden Resultate erzielen können.
Michael Haase dankte auch den Ehrengästen: Allen voran MdB Stephan Mayer, Landrat Max Heimerl, Bürgermeister Michael Hetzl, Kreishandwerksmeister Rainer Dachsberger, die Bezirksräte Claudia Hausberger und Martin Wieser, Tanja Fuchs von der Agentur für Arbeit, Angela Vaas, leitende Landschaftsdirektorin, Bauernverbands-Kreisobmann Ulrich Niederschweiberer, eine ganze Reihe Obermeister und viele mehr. Sie alle hieß er herzlich willkommen.
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Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer machte der gesamten Schule ein großes Kompliment für diese würdige Abschlussfeier. Den Absolventen gratulierte er herzlich, die ihre Erfolge ja in sehr vielen Bereichen erzielt haben.
Wenn die täglichen Nachrichten aktuell nur von Krisen reden, können sie all zuversichtlich in die Zukunft schauen. Keine Generation vor ihnen hatte so gute Zukunftsaussichten wie sie. Trotz aller Unkenrufe.
Das zeigt etwa die Einweihung einer neuen 300-Millionen-Euro teuren Anlage bei Wacker in Burghausen am selben Vormittag. Wacker sieht also eine rosige Zukunft am Standort Burghausen. Viele weitere positive Signale in unserer Region lassen eine hervorragende Zukunft für sie alle erwarten.
Wenn – wie Nelson Mandela sagte, Bildung die mächtigste Waffe ist um die Welt zu verändern, dann gilt das auch hier. Niemand kann ihnen mehr nehmen, was sie sich bisher erarbeitet haben. Besonders weil sie die duale Ausbildung absolviert haben.
So wünschte Stephan Mayer allen Absolventen alles Gute und dankte der Schule und den Ausbildungsbetrieben für die hervorragende Arbeit, die sie für die jungen Leute leisten.
Sie bilden die Fachleute aus, die ganz Deutschland so dringend brauchte.
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Auch Landrat Max Heimerl gratulierte herzlich und zum Ende ihrer Schulpflicht. Künftig dürfen sie in die Schule gehen und müssen nicht mehr.
Wie MdB Stephan Mayer schon sagte, bietet unsere Region beste Zukunftschancen. Das wollte Landrat Heimerl näher erläutern. Die stark wachsende Aufsteigerregion Landkreis Mühldorf, den man auch als Chancenlandkreis sehen kann, bietet ihnen alle Möglichkeiten. Das prognostizierte Bevölkerungswachstum um 11,5% in den kommenden 10 Jahren muss so umgesetzt werden, dass negative Entwicklungen vermieden werden. Nötig ist sind Wohnungen und Arbeitsplätze auf eine Weise, die Grundstückspreise und Lebenshaltungskosten im Rahmen hält. Es ist also eine durchdachte Wirtschaftspolitik nötig um auch Unternehmen anzusiedeln und die Steuereinnahmen im Landkreis zu behalten. Vieles dafür ist bereits in Arbeit.
An die Firmen gerichtet bat Landrat Heimerl, sie sollten sich nur einen Satz merken:
An die Absolventen gerichtet meinte er, sie brauchen nirgends anders Arbeitsplätze zu suchen. Sie können auch hier erfolgreich sein. (O-Ton)
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Mühldorfs Bürgermeister Michael Hetzl war sich dessen bewusst, dass trotz der erträglichen Temperaturen niemand ellenlange Grußworte will. Selbst konnte er sich ohnehin nicht erinnern was wer bei seiner Abschlussfeier gesagt hatte… So fand er Landrat Heimerls Merksatz zielgerichtet und stimmt auch MdB Stephan Mayer zu, der die Berufschancen in höchsten Tönen beschrieben hatte.
Er war auch überzeugt, alles was derzeit politisch diskutiert wird, braucht das Handwerk ohne das es einfach nicht geht. Schließlich ist es das Handwerk, das umsetzt was politisch gefordert wird. Kein Jurist, kein Professor und kein Verwaltungsfachwirt können das.
Deshalb war auch er sicher, das Handwerk hat tatsächlich goldenen Boden. Sie alle haben sich also für das Richtige entschieden. Die duale Ausbildung wird andererseits zu wenig wertgeschätzt, die doch die Herausragende Möglichkeit der Berufsausbildung ist und Studiengänge weit überflügelt.
Wenn gerade dann die Heizung ausfällt wenn’s draußen friert, dann lernt man den Heizungsbauer erst so richtig schätzen. Das gilt für alle Bereiche.
So sollten sie alle auf jedem Fall dem Handwerk treu bleiben und sich nicht von einem Studium locken lassen. Es ist das Handwerk, das goldenen Boden hat….
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Kreishandwerksmeister Rainer Dachsberger war erstmals in dieser Funktion Gast einer Abschlussfeier einer Berufsschule. Mit vielen Zahlen belegte er die schiere Größe des Handwerks im Vergleich zu – auch den größten Industriebetrieben. Das Handwerk ist sogar größer als der Computer und Smartphonehersteller Apple. Zudem ist im Handwerk der Chef immer erreichbar und weiß was zu tun ist.
Die Absolventen haben sich also goldrichtig entschieden und sind Handwerker geworden. Sie sind Checker und Macher, voll-krasse Handwerker.
Wenn sie also jetzt ihre Zeugnisse bekommen, sind sie fertige Handwerksgesellen und können sich überall helfen.
Zwar hat ihre Ausbildung auch Höhen und Tiefen gehabt, sie haben sich aber doch durchgeboxt, haben Durchhaltevermögen und Engagement gezeigt. Jetzt ist es geschafft. Jetzt ist die Schule durch. Jetzt stehen ihnen alle Wege offen. Sie sollten aber doch dem Handwerk treu bleiben.
So dankte Rainer Dachsberger der Schule, den Ausbildungsbetrieben und den Eltern und rief ihnen zu: (O-Ton)
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Auf seine besonders lockere Art … gratulierte Schülersprecher Maximilian Starzner Schulleitung, Lehrer, Ausbildern, Eltern und Ehrengästen und natürlich den Gesellinnen und Gesellen. Und sogar sich selbst.
Er gratulierte allen, ob sie einen Staatspreis bekommen oder gerade so durchgekommen sind. Sie alle haben es geschafft und können jetzt mächtig stolz auf sich sein. Jetzt können sie ihr Leben selbst bestimmen und sind nicht mehr an die Schule gebunden. Da sind sie ihm voraus, er hat noch zweieinhalb Jahre!
So wünschte er ihnen viel Erfolg..
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Die Lehrerband sorgte für Abwechslung.
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Schulleiter Oberstudiendirektor Thorsten Kögler hatte befürchtet, die lange Liste Grußwortredner würde abträglich auf die Aufmerksamkeit der Zuhörer wirken. So schlimm war’s dann aber gar nicht. So möchte auch er sich kurz fassen.
Er freute sich über alle, die seine Schule erfolgreich abgeschlossen haben und nahm dann die aktuell laufende Tour-de-France als Leitfaden für seine weitere Rede. Sie haben die also die höchste Bergkategorie geschafft. Sie haben den langen und steilsten Bergaufstieg geschafft. Dass sie das gemeistert haben, zeigt, dass gut trainiert haben und jetzt in Topform sind.
In ihren Abschlussprüfungen haben sie bewiesen, dass sie mit Werkzeugt, mit Maschinen und Materialien umgehen können. Jetzt sind sie also Fachkräfte, echte Profis in ihren Bereichen. Sie alle werden gebraucht. Sie sind damit Teil der wirtschaftlichen Zukunft der ganzen Region.
Da das alles ohne Unterstützer nicht nötig gewesen wäre, freute sich Thorsten Kögler über die vielen, die sie hierher begleitet haben um mit ihnen zu feiern.
Sein besonderer Dank galt Landrat Max Heimerl, der für die Belange der Berufsschule immer ein offenes Ohr hat. Er schafft für die passenden Rahmenbedingungen. Auch allen anderen Stellen am Landratsamt – bis hin zur Jugendsozialarbeit - dankte er für die vorbildliche Zusammenarbeit.
Da hier alles passt, können sie dann Erfolge feiern und ihren Weg fortsetzen. So wie das Schreiner-Obermeister Michael Obereisenbuchner vorgelebt hat, der vor nicht allzu langer Zeit hier das Schreinerhandwerk erlernt hat.
Thorsten Köglers Dank ging an alle Ausbilder in allen Ausbildungsbetrieben von denen viele auch hier ihr Berufsleben mit einer Ausbildung begonnen haben. Und auch dem Hausmeisterteam dankte er – besonders Gerlinde Eulberg, die schon auch mal erzieherisch mitwirkt.
Er dankte auch allen Lehrkräften und der Lehrerband und verabschiedete Ernst Schrempp, der mit dem Schuljahresende in den Ruhestand wechselt.
Und schließlich gratulierte er allen Absolventen und mahnte sie weiter zu lernen. Vielleicht eine Meisterausbildung anzupacken. Auf jeden Fall sollten sie aufrichtig bleiben, mutig und neugierig. Sie sollten dazu beitragen, die freie demokratische Gesellschaft zu erhalten und weiterzuentwickeln. … (O-Ton)
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Die Lehrerband unterstrich Thorsten Köglers Worte und fragte sich mit den Beatles ob es Zeit ist, die Phase nach dem 64. Lebensjahr anzutreten.
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Dann überreichten Thorsten Kögler und Landrat Max Heimerl die Staatspreise an die erfolgreichsten Absolventen. Zunächst an die 8, die mit 1,0 abgeschlossen haben:
Fabrice Anderl erlernte den Beruf des Anlagenmechanikers SHK.
Michael Ecke denBeruf des KFZ-Mechatronikers PKW-Technik
Sebastian Fink wurde Anlagenmechaniker Sanitär-Heizung-Klimatechnik.
Fachkraft für Metalltechnik-Montagetechnik wurde Maximilian Geidobler.
Theo Kreitlmeier erlernte den Beruf des Landwirts.
Wieder Fachkraft für Metalltechnik-Montagetechnik wurde Daniel Redinger. Der war allerdings in Urlaub…
Jonas Reiter erlernte den Beruf des KFZ-Mechatronikers PKW-Technik.
Genauso wie Maximilian Schober.
Alle weiteren zeichnete der Regierungsbezirk Oberbayern mit einer Staatsurkunde aus:
Filix Beck schloss seine Ausbildung zum Land- und Baumaschinen-Mechatroniker mit einem Notendurchschnitt von 1,14 ab.
Franz Rost erzielte mit seiner Ausbildung zum Landwirt einen Notendurchschnitt von 1,20.
Den Beruf des Malers und Lackierers erlernte Marcel Hermann und schloss mit 1,28 ab.
Johannes Mangstl wurde Landwirt mit einem Schnitt von 1,36.
Der dritte Absolvent der Verbund-Innkraftwerke der auch den Beruf der Fachkraft für Montagetechnik erlernt hat, war Elias Glaß. Er erreichte einen Schnitt von 1,40.
Landwirtin wurde Natascha Wiebrodt mit einem Notendurchschnitt von 1,40.
Mit einem Schnitt von 1,42 beendete Veronika Kainzmaier ihre Ausbildung zur Schreinerin.
Den selben Beruf erlernt hat Niklas Wimmer. Er erreichte einen Schnitt von 1,44.
Und auch Anna Rauscheder erlernte den Beruf der Landwirtin. Sie schloss mit 1,45 ab.
Mit 1,50 eine Punktlandung hat Alexander Brams geschafft. Er wurde KfZ-Mechatroniker PKW-Technik.
Mit dem Geläut der naheliegenden Kirche St. Peter und Paul schlossen sie die Staatspreisverleihung ab und stellten sich zum gemeinsamen Foto.
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Während sich die Lehrerband fragte ob’s wirklich schon so spät ist, hatte Gerlinde Eulberg schon ihr legendäres Buffet aufgebaut, mit dem Absolventen und Gäste später den Abend ausklingen ließen. Vorer hab’s aber noch die Zeugnisse für alle jungen Gesellen und Gesellinnen. Herzlichen Glückwunsch auch von uns! |
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Den Kultur- und Kreativpreis 2025 teilen sich zwei Preisträger |
15:30 |
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Seit 2019 verleiht der Landkreis alle zwei Jahre den Kultur- und Kreativpreis um den sich alle bewerben können, die im Landkreis einer Tätigkeit in diesem Bereich nachgehen und die für den Landkreis von Bedeutung sind. Nach 2021 und 2023 war es kürzlich heuer wieder so weit. Bewerber konnten bis Ende Mai ihre Unterlagen bei der Wirtschaftsförderung des Landkreises einreichen, die dann eine Jury bewertete.
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Teilnehmer und Gäste lud Landrat Max Heimerl diesmal ins Kloster nach Zangberg ein wo sie Pia Keil und ihre Musikerinnen und die Schwestern des Klosters mit einem Gläschen Sekt empfingen. Dafür eignet sich der Laubengang am Garten besonders gut.
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Im Ahnensaal unterhielten die Musikerinnen mit Hackbrett und Zither so lang bis alle Platz gefunden hatten.
Alle, das waren neben den Bewerbern auch die einige Bürgermeister mit Bürgermeistersprecher Thomas Einwang an der Spitze, stellvertretende Landrätin Ilse Preisinger-Sontag, einige Kreisrätinnen und Kreisräte, Sparkassenvorstand Markus Putz, Wirtschaftsförderungschef Thomas Perzl mit seinen Mitarbeiterinnen Gabriele Haupt und Michaela Linner und einige Kulturreferenten die in der Jury mitgewirkt haben.
Raimund Meisenberger – Chef der Kulturredaktion der Passauer Neuen Presse – hieß die Gäste willkommen und führte durch die Veranstaltung.
Er war überzeugt, Menschen die regelmäßig Kulturveranstaltungen besuchen und selbst kreativ werden, leiden weniger an Depressionen, leben gesünder und dadurch länger also solche, die das nicht tun.
Nachdem er das Kloster Zangberg und sein Angebot beschrieben hatte, freute er sich in diesem wunderschönen Saal zu Gast sein zu dürfen. Dieser Saal zeigt auch, Kultur ist niemals fertig. Sie ist immer eine Baustelle auf der immer gearbeitet wird. Genau das machen alle Gäste. Sie alle will der Landkreis Mühldorf mit dieser Veranstaltung feiern.
Der Landkreis will alle ehren, die hier kreativ und künstlerisch tätig sind. Und zwar nicht nur die späteren Preisträger.
Raimund Meisenberger freute sich sehr über diese Initiative des Landkreises, die er nun schon zum dritten Mal begleiten durfte.
Wenn sich 13 Kulturschaffende um den Kultur- und Kreativpreis beworben haben, dann haben die Juroren ihre Wertung so abgegeben, dass niemand vom anderen wusste. Nicht einmal die Jury wusste also wer der oder die Sieger sind.
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Zangbergs Bürgermeister Georg Auer freute sich die Veranstaltung in seiner Gemeinde und bei den Schwestern des Klosters zu Gast zu haben. Er war sicher, dieser Saal passt bestens zur Verleihung des Kultur- und Kreativpreises. So sollten die Gäste das Ambiente genauso genießen wie die 13 Bewerber. Dem späteren Preisträger gratulierte er schon jetzt und wünschte allen einen angenehmen Abend.
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Ziel der Verleihung eines Kultur- und Kreativpreises ist es, die vielfältigen Aktivitäten im Landkreis sichtbar zu machen und zu würdigen, beschrieb Landrat Max Heimerl den Zweck des Preises der mit 5.000 Euro dotiert ist und alle 2 Jahre vergeben wird.
Wenn man sich vor Augen führt, wie umfangreich die Kultur- und Kreativwirtschaft ist, die sich aus 11 Einzelbranchen zusammensetzt, dann erkennt man erst, welche Bedeutung dieser Bereich hat. Nicht umsonst bezeichnet der 3. Bayerische Kultur- und Kreativwirtschaftsbericht diese Branche als kreatives Kraftzentrum bezeichnet. Sie leistet nicht nur einen wesentlichen Anteil zur Gesamt-Wertschöpfung sondern ist auch ein besonders dynamischer und vielfältiger Wirtschaftsbereich.
Das beschrieb Max Heimerl mit Zahlen: Die Brutto-Wertschöpfung beträgt 3,5% an der gesamten Wirtschaft Bayerns. Der Anteil der Beschäftigten in diesem Bereich liegt bei 6,9%.
So ist die Kultur- und Kreativwirtschaft ein wesentlicher Teil der Gesellschaft und macht diese lebendiger und lebenswerter.
Alle Anwesenden tragen ihren Teil zu diesem Gesamtkunstwerk bei und stecken die Landkreisbürger mit ihrer Begeisterung an. Das zeigt jede einzelne der 13 Bewerbungen. So dankte Max Heimerl allen und besonders Projektleiterin Michaela Linner für die Vorbereitung und Druchführung des Wettbewerbs.
Besonders dankte Max Heimerl der Stiftung der Sparkasse für das Preisgeld und allen Mitwirkenden der Jury. Sie alle helfen das Ziel umzusetzen, die Kultur- und Kreativbranche für alle sichtbar zu machen. Sie alle gehören zum Landkreis…
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Raimund Meisenberger stellte die bisherigen Preisträger vor: 2019 war das Musemoasta Josef Eibelsgurber, 2021 Mühldorf-TV-Herausgeber Josef Pöllmann und 2023 der Graffity-Künstler Rudolf-Albert Huber.
Dann stellte er die Kandidaten vor:
Josef Bauer vom Mühldorfer Anzeiger der mehr als 1.000 Glossen geschrieben hat – die meisten in bayerischem Dialekt.
Dann Derrick Bizimana, der aus Uganda kam und nun mit Kamera und Mikrophon das Leben im Landkreis beobachtet. Er hilft damit Menschen aus seiner Heimat im Landkreis Mühldorf anzukommen.
Der Kraiburger Künstler Herbert Brenzinger malt und gestaltet seit Jahren und stellt seine Werke auch aus.
Die Graphikdesignerin Marlene Folger hat es sich zur Aufgabe gemacht, Direktvermarktern hochwertige Verkaufs- und Werbeunterlagen zu erstellen.
Die Theatergruppe Kraiburg feierte heuer ihr 40-Jahr-Jubiläum. In dieser langen Zeit haben sie zahlreiche Inszenierungen auf die Bühne in der Remise und auf die Freilichtbühne gebracht.
Die Obertaufkirchner Volksmusik begleitet seit über 50 Jahren Feste aller Art. Unter der Leitung von Gertraud Gaigl sind besonders die Adventsingen am gleichen Ort bekannt. Sie haben mehrere Preise erhalten.
Das Atelier für Gestaltung am Stadtplatz in Mühldorf leitet nach Stefan Engelhardts viel zu frühem Tod Tina Maier. Sie haben viele Projekte besonders im Bereich Kultur realisiert.
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Pia Keil und ihre Musikerinnen sorgten für Abwechslung.
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Die weiteren sechs Bewerber waren:
Die Glaskünstlerin Gusti Markefka, die ihre Arbeit in einem Buch beschrieben hat: „Mein Leben die Kunst“. Gusti Markefka arbeitet seit 27 Jahren mit Glas und ist seit 6 Jahren Mitglied der „Glasheimat Bayern“
Dann die Vereinigung Taff mit Rene Menjivar-Köhler. Taff betreut und unterstützt Flüchtlinge dabei ihre seelischen Herausforderungen zu überwinden.
Dann Kathi Stimmer-Salzeder. Die Künstlerin entstammt einer kunstbegeisterten Familie und hat so das neue geistliche Lied entwickelt. Sie hat immer neue Lieder komponiert und viele davon aufgenommen. Zudem umrahmt sie mit ihrer Musik und ihrem Chor alle möglichen kirchlichen Feiern. Zudem gibt sie ihr Wissen und Können in Workshops weiter.
Armin Stockerer ist Musiklehrer an der Musikschule Mühldorf und festes Ensemblemitglied am Theater an der Rott in Eggenfelden. Er hat die Theatergruppe „Stadttheater Waldkraiburg“ gegründet und realisiert immer wieder eigene Projekte.
Silke von Clarmann ist freischaffende Künstlerin und erschafft in ihrem Atelier „Augenblicke“ immer wieder neues. Zudem lädt sie alle 6 bis 8 Wochen zu Veranstaltungen ein.
Werner Witte ist Vorsitzender des Gewerbeverbandes Ampfing. In seinem Büro gestaltet er graphische Werbemittel für Ampfinger Unternehmen.
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Raimund Meisenberger hatte großen Respekt für alle und alles was die Bewerber machen.
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Mit einem Tusch führten die Musiker in die Nennung der Preisträger ein. Dazu bat Raimund Meisenberger Landrat Heimerl, stellvertretende Landrätin Ilse Preisinger-Sontag und Markus Putz auf die Bühne.
Max Heimerl hatte schon vorher eine weitere Überraschung angekündigt: Trotz des komplizierten Prozederes der Auswahl der Preisträger hat die Jury diesmal zwei punktgleiche Kandidaten gewählt. Und zwar so, dass keiner der Jurymitglieder das selbst erkennen konnte. Genau das ist heuer passiert so dass es zwei Preisträger gibt.
Allerdings muss einer der Preisträger ein wenig auf seinen Pokal warten. Der zweite ist erst noch in Arbeit.
Endlich gab Max Heimerl die erste Gewinnerin bekannt: Kathi Stimmer-Salzeder.
Der zweite Preisträger war Josef Bauer. Beide erhielten zur Urkunde auch einen Scheck und einen Blumenstrauß.
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Landrat Max Heimerl trug die Laudatio vor. Er freute sich sehr die leidenschaftliche Musikerin ehren zu dürfen. Vorgeschlagen hatte sie Aschaus Bürgermeister Christian Weyrich. Ihr Wirken reicht aber weit über den Landkreis Mühldorf hinaus.
Als Liedermacherin, Musikerin, Sängerin und Verlegerin wird sie mit ihrem „Neuen geistliche Lied“ in ganz Bayern geschätzt.
Mit ihrer tiefen Religiosität hat sie in 50 Jahren wirklich sehr viele berührende Lieder verfasst und veröffentlicht und sogar ganze Generationen geprägt. Er selbst ist mehrfach während Gottesdiensten in den Genuss Ihres Könnens gekommen. Sie hat herzerwärmende Lieder für alle kirchlichen Feiern geschrieben und in mehreren Notenheften in ihrem eigenen Verlag „Musik und Wort“ veröffentlicht.
Mit all dem hat sie die ganze Region bereichert.
So war es Landrat Heimerl eine große Ehre sie mit dem Kultur- und Kreativpreis auszeichnen zu dürfen. Damit folgt der Landkreis jetzt endlich auch Landkreis dem Bezirk Oberbayern, der sie schon 2010 mit dem Kulturpreis ausgezeichnet hat.
Landrat Heimerl wünschte sich, sie möge nicht aufhören und ihr segensreiches Wirken noch lange so Jahre fortsetzen, dass es weiter auf viele Menschen überspringt.
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Auf Raimund Meisenbergers Frage meinte Kathi Stimmer-Salzeder dann, das Talente hätten sie und ihre Schwestern von den Eltern geerbt, die schon beim Geschirrabspülen immer gesungen hätten.
Da es in Deutschland immer weniger Kirchenchristen gibt, fragte sich Reimund Meisenberger ob ihre Musik geeignet ist, wieder mehr Menschen zum Glauben zu führen. Das könnte durchaus sein, meinte Kathi Stimmer-Salzeder.
Kaum zu glauben ist, dass sie über 1.200 Lieder und Texte verfasst hat. Welches Thema da ganz vorne steht konnte sie kaum sagen. Sicher ist es die Liebe – meinte die Preisträgerin.
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Die Laudatio auf den zweiten Preisträger trug stellvertretende Landrätin Ilse Preisinger-Sontag vor. Sie meinte, was für Kathi Stimmer-Salzeder die Musik, das ist für Sepp Bauer die Sprache. Er schreibt wie er redet, nämlich wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Damit sorgt er dafür, dass die bayerische Mundart in den Medien nicht ausstirbt.
In 33 Jahren im Dienst der Lokalzeitung hat er über 1.000 Glossen veröffentlicht. Immer mit einem Augenzwinkern hat er da den bayerischen Alltag beleuchtet, hat Bräuche und Redensarten hinterfragt und den sprichwörtlichen bayerischen Grantler gegeben.
Als Zeitungsschreiber hat er von Sitzungen der Landkreisgremien beichtet und war so nah am Geschehen.
Im Vorjahr hat er mit drei anderen Autoren im Band „Mühldorfer Impressionen“ mit Geschichten aus seiner Jugend die Vergangenheit lebendig werden lassen.
Weil er vieles im bayerischen Dialekt verfasst hat, ist es ihm gelungen das Gefühl der Heimat und Vertrautheit zu schaffen und zu erhalten.
So wünschte sie sich, dass seine Wortgewalt noch viele Jahre erhalten, und er weiter Botschafter der bayerischen Mundart bleibt.
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Raimund Meisenberger hatte einige Fragen an Josef Bauer. Leider erlaubt es uns die Redeweise von Josef Bauer nicht, seine Antworten akustisch zu verstehen.
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So schloss Raimund Meisenberger die Kultur- und Kreativpreisverleihung 2025 und lud nach einem letzten Musikstück hinaus in den Arkadenhof wo die Schwestern schon ein kleines Buffet bereithielten an dem die Gäste den Abend bei guten Gesprächen ausklingen ließen. |
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Ein schneller Blick: Prächtiger Auftakt zu fünf Tagen Brotzeit Bier und Blasmusik beim Sommerfest in Aschau |
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Tagesaktuelle Berichte vom 59. Volksfest in Waldkraiburg gibt's auf unserer Volksfest-Waldkraiburg-Seite |
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