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Josef J. Pöllmann
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Das gab's 2025 bei Mühldorf-TV und bei Altötting-TV
Hier können Sie nachlesen, worüber wir in KW 40/2014 berichtet haben.
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Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
200 Einweihung des G9-bedingten Erweiterungsbaus am Gymnasium Waldkraiburg 14:20 Play Button ungewählt 40 04.10.25
Eineinhalb Jahre nach dem Spatenstich und ein Jahr nach dem Richtfest konnten die Schüler des Gymnasiums Waldkraiburg pünktlich zum Schuljahresanfang in den Erweiterungsbau einziehen, der durch die Rückkehr zum 9-jährigen Gymnasium nötig geworden ist.
Wie berichtet entstand zwischen dem Altbau des Gymnasiums und der Realschule ein neues Gebäude in ungewohnter Technik: Ein zweistöckiger Holzbau und eine ganz ungewohnte Außenanlage an der aber zum Zeitpunkt der kürzlichen Eröffnung des Gebäudes noch gearbeitet wurde. Aber der Reihe nach:
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Wetterbedingt musste das Gymnasium die Eröffnungsfeier in die Aula verlegen. Dort begleitete die Bigband des Gymnasiums die Feierstunde schwungvoll ein.
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Mit dieser Feierstunde wollten sie etwas feiern, das am Anfang eigentlich unmöglich schien, meinte Oberstudiendirektor Thomas Fraundorfner, nämlich die Fertigstellung des Anbaus zum Beginn des Schuljahres 2025/2026. Alle Beteiligten auf allen Ebenen haben das aber möglich gemacht. So hieß er die zahlreichen Ehrengäste willkommen. Allein voran Landrat Max Heimerl und die Mitglieder des Kreistages. Natürlich auch die Mitarbeiter der Bauabteilung des Landratsamtes, die Vertreter der Planungsbüros und der ausführenden Firmen. Und natürlich die Architekten und deren Mitarbeiter. Weiters die Mitglieder des Kollegiums, die Vertreter der Schülermitverantwortung und die des Fördervereins und des Elternbeirates.
Besonders freute er sich über seinen Vorgänger Helmut Wittman und die Vertreter der beiden großen Kirchen Pater Walter Kirchmann und Pfarrer Lars Schmidt.
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Thomas Fraundorfner freute sich, dass es mit der Fertigstellung des Anbaus gelungen ist, den neu dazugekommenen 9. Jahrgang im Schulgebäude unterzubringen. Zudem haben sich mehr Schüler am Gymnasium angemeldet als sie im Juni verlassen haben. So stieg die Zahl Schüler am Gymnasium gegenüber dem Vorjahr um 100 Schüler an. Das heißt, sie werden bereits in zwei Jahren die nächste Erweiterung benötigen! (O-Ton M3)
Zurück zum Anbau, der tatsächlich toll geworden ist. Sie alle sind begeistert – Auch die Schüler..
Das viele Holz biete ein wohnliches Ambiente und fördert das Lernen und Arbeiten. Dafür dankte er den Mitarbeitern des Landratsamtes und den Architekten, die wirklich großartige Ideen eingebracht haben. Sie alle waren immer offen für ihre Vorschläge. Weil er wusste, dass das keineswegs selbstverständlich ist, dankte er ihnen ganz besonders.
In Gesprächen hatte er bereits die Bewunderung anderer Landkreise erlebt. Der Landkreis Mühldorf macht also einmal mehr Geschichte!
Er lud sie herzliche ein, später das neue Gebäude in Augenschein zu nehmen.
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Es war ihm eine große Freude diese Einweihung feiern zu können, war Landrat Max Heimerl stolz, zeigt sie doch was möglich ist, wenn sie mutig und entschlossen in die Zukunft investieren. Zwar investierten sie in ein Gebäude, eigentlich aber in die Bildung und damit in die Zukunft der Kinder und Jugendlichen.
Es ist bekannt, dass Bildung die Grundlage für die Gesellschaft von morgen. Hier werden den jungen Menschen Chancen eröffnet und Persönlichkeiten geformt. Das zeigt sich alljährlichen bei den Abiturfeiern.
Für den Landkreis genießt die Bildung deshalb neben der Gesundheitsvorsorge höchste Priorität – trotz der knappen Kassen.
Für die gestiegene Zahl Schüler bietet der Anbau 8 neue Klassenräume, zwei offene Gruppenräume, zwei großzügige Lernnischen und sogar ein grünes Klassenzimmer im Außenbereich. Mit dem allem unterstützen sie die Kommunikation, die Kreativität und das gemeinsame arbeiten.
Der ressourcenschonende Holzbau trägt zudem eine Photovoltaikanlage mit 42 Kilowatt peak und der Anschluss an die Waldkaiburger Geothermie sorgen für Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Das alles zeigt, dass dem Landkreis auch die Ökologie am Herzen liegt.
5,1 Millionen Euro hat der Landkreis hier investiert – gut angelegtes Geld.
2,1 Millionen Euro steuert der Freistaat Bayern bei und weitere 120.000 Euro erhält der Landkreis aus der Holzbauförderung. Dafür dankte Max Heimerl dem Freistaat.
Weitere 3,8 Millionen Euro für den Erweiterungsbau in Mühldorf, 35,4 Millionen Euro für den Neubau des Gymnasiums in Gars und der Neubau des Förderzentrums in Waldwinkel für 50 Millionen Euro zeigen wieviel Geld dem Landkreis alle Kinder wert sind.
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Da das alles nur gelingen kann wenn alle zusammenstehen, dankte Max Heimerl dem Lehrerkollegium, den Mitarbeitern des Landratsamtes, die es auch weiter schaffen, solche Projekte im Zeit- und Kostenrahmen zu realisieren. Und das sogar ohne Projektsteuerer.
Max Heimerl dankte allen Planern und Handwerksbetrieben die alle ihre Arbeit perfekt und pünktlich erledigt haben. Besonders dankte Max Heimerl den Hausmeistern, die während solcher Baumaßnahmen immer sehr gefordert sind.
Abschließend kündigte Max Heimerl weitere 1,5 Millionen Euro an die der Landkreis in die Instandhaltung und Modernisierung des Gebäudes hier investieren wird. (O-Ton)
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MdL Markus Saller hatte das Gymnasium bislang nicht gekannt und war deshalb überrascht über die Größe und Weitläufigkeit der Gebäude. Die beiden Gymnasien Mühldorf und Waldkraiburg sind offensichtlich inzwischen gleich groß…
Er war überzeugt, die Rückkehr zum G9 war die richtige Entscheidung. Auch wenn sie diesen Anbau nötig gemacht hat. Das haben auch die Kreistagsmitglieder erkannt und die Finanzierung einstimmig beschlossen. Auch wenn es in Zeiten kanpper Kassen keine leichte Entscheidung war.
Die selbe Priorität verfolgt übrigens auch der Freistaat, wo Kultusministerin Anna Stolz mit fast 17 Milliarden Euro den größten Einzelhaushalt verwaltet. Bayern ist also auf dem richtigen Weg. Jetzt müssen die Schüler nur noch motiviert lernen und so das Land weiter auf dem Erfolgsweg halten.
So wünscht er erfolgreiches Lernen und viel Freude an den neuen Räumlichkeiten.
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Für Waldkraiburgs Bürgermeister Robert Pötzsch war der Tag der Einweihung ein bedeutender Tag weil es wieder eine Baustelle weniger gibt in der Stadt in der’s derzeit wirklich viele gibt. Wenn sich in Waldkraiburg tagtäglich mehr als 3.000 Schüler auf dem Weg zur Schule machen, dann ist das schon eine Herausforderung für die Stadt, die für die Verkehrswege zuständig ist. Da die Stadt Sachaufwandsträger für Grund- und Mittelschulen ist, hat er hier viel für eigene Projekte abschauen können, freute sich Robert Pötzsch.
Er dankte herzlich den Mitgliedern des Kreistages, alle Baubeteiligten und natürlich den Lehrkräften für ihre Geduld während der Bauphase und wünschte den Schülern viel Freude an den neuen Räumen.
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Auch Schülersprecherin Lenoie Rauscher sprach von der Bedeutung dieses besonderen Tages. Sie hatten den Bau beobachtet und erlebt wie das Gebäude entstanden ist. So stieg ihre Vorfreude auf die neuen Räume, die ihren Höhepunkt am ersten Schultag erreichte, also sie endlich in dieses innovative Gebäude einziehen durften. So dankte sie allen Verantwortlichen im Namen aller Schüler. (O-Ton)
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Personalratsvorsitzender Rainer Hille erinnerte sich an die Einführung des 8-jährigen Gymnasiums 2004, das die meisten von ihnen nicht überzeugt hatte. Es war deshalb nur eine Frage der Zeit, bis sich die Erkenntnis durchgesetzt hat, dass Bildung Zeit und Raum benötigt.
Weil das neue Gebäude das alles ermöglicht, dankte auch er allen Verantwortlichen für ihre Kreativität und ganz nebenbei die ganze Schule mit neuer IT ins 21. Jahrhundert befördert haben. Und schließlich dankte er allen Steuerzahlern mit deren Geld solche Projekte für die Allgemeinheit finanziert werden können.
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Die Bigband sorgte für Abwechslung.
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Pater Walter Kirchmann und Pfarrer Lars Schmidt dankten erst für die Einladung zur Segnung die heutzutage nicht mehr selbstverständlich ist. Alles was nötig war um das neue Gebäude zu errichten war genauso keineswegs selbstverständlich, meinte Pater Walter Kirchmann. Dass es trotzdem gelungen ist sollte uns zu Dank animieren.
Pfarrer Lars Schmidt dankte Gott für das Kreuz, das er dann segnete und alle die darunter lernen und lehren. Das Kreuz soll alle daran erinnern, dass wir alle mit Gott in Verbindung stehen und einander dienen. Diese Verbindung und der Blick auf Jesus als Fundament unseres Lebens gibt gelingendes Leben an der Schule.
So segneten Pater Kirchmann und Lars Schmidt das Kreuz und damit das neue Gebäude.
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Architekt Julius Bohne-Hammerl war überzeugt, hier ist nicht nur ein Anbau entstanden sondern ein eigenständiges Gebäude. Entstanden ist es als Gemeinschaftsprojekt zusammen mit dem Landratsamt und der Schulfamilie. Er freute sich auch über das überregionale Interesse an ihrem Holzbau.
Weil sie keinen Schlüssel hatten überreichte er einen Bilderrahmen mit symbolischen Architekturzeichnungen und Detailfotographien. Er überreichte es an Landrat Max Heimerlund Schulleiter Thomas Fraundorfner.
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Die Bigband schloss die Feierstunde ab und Landrat Max Heimerl dankte allen Verantwortlichen mit kleinen Aufmerksamkeiten für die Vorbereitung und Durchführung dieser Feier.
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Danach hatten die Gäste der Einweihungsfeier die Gelegenheit die neuen Räume zu besichtigen und sich bei Häppchen der Arbeitsgruppe Bewirtung zu stärken.
201 körper:formate - Die sportliche Vernissage zur Ausstellung des Kunstvereins Inn-Salzach 11:00 Play Button ungewählt
Körperformen und Formaten widmet sich die aktuelle Gemeinschaftsausstellung der Mitglieder des Kunstvereins Inn-Salzach in der Studiogalerie im Waldkraiburger Haus der Kultur. Die Künstler fassen dieses Thema ganz unterschiedlich auf. So ist es kein Wunder, dass sie wirklich sehr verschiedene Werke beisteuern. Das Spektrum reicht von Skulpturen über bildliche und abstrakte Malereien bis zu Kombinationen aus Skulpturen und Gemälden. Aber sehen sie selbst.
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Eine Überraschung hatte uns Vorstandsmitglied Maria Zuck versprochen. Und wir müssten unbedingt zur Vernissage kommen. Zu dieser Überraschung bat Vorsitzende Gabi Röpke die zahlreichen Interessierten, die in der Studiogalerie ihre Ansprache erwarteten dann wieder rauf ins Foyer des Hause der Kultur.
Dort hatte sich eine Gruppe Poledancerinnen des Tanzsportclubs Weiß-Blau 70 bereit gemacht um ihre Version von Körperwelten zu präsentieren.
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Körper, Geist und Seele machen einen gesunden Menschen aus meinte Kulturreferentin Lydia Partsch, der nach dieser Präsentation ansonsten ziemlich die Worte fehlten.
Sie dankte Gabi Röpke für diese wunderbare Präsentation und hieß die zahlreichen Gäste willkommen.
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Das sah auch Gabi Röpke so. Sie war überzeugt, besser kann man eine Kunstausstellung nicht einleiten also mit lebenden Körperformaten.
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Nach einer weiteren Präsentation hieß Gabi Röpke die zahlreichen Kunstinteressierten herzlich willkommen. Besonders Altlandrat Schorsch Huber, Dritte Bürgermeisterin Karin Bressel und alle anderen Mitglieder des Stadtrates. Und natürlich die Pole-Dancerinnen und die Mitglieder des Vorstandes des Tanzsportclubs. Sie freute sich über die vielen, die ihre Ausstellung sehen wollten.
Wenn man den Titel der Ausstellung hört, „Körperformate“, denkt man unweigerlich an den Körper, meinte Gabi Röpke. Also an Haut, Knochen, Muskeln. Denkt man an Körper in der Malerei, assoziiert man gleich Akt und Portrait. Dabei geht es hier nicht nur um den Körper sondern auch um Formate, also um weit mehr.
In der Antike nutzten die Künstler den Körper als Ausdruck von Harmonie, Kraft und Macht. Der Körper diente als Spiegelbild der göttlichen Ordnung.
Bei Leonardo DaVinci diente der Körper als Motiv und auch als Maßstab. Man denke nur an Elle und Fuß.
Im 20 Jahrhundert verfremdeten Künstler den Körper. Man denke nur an Pablo Picasso. Man sah den Körper nicht mehr als Ideal sondern in all seinen Schwächen.
Zeitlos sind Körperbilder aber nie.
Ein zweiter Aspekt: Über Jahrhunderte bildeten Künstler den Körper der Frau ab. Und das in allen seinen Rollen: Von der Mutter bis zur furchtlosen Kämpferin.
Ende des 19. Jahrhunderts begann Käthe Kollwitz dem gängigen Frauenbild zu widersprechen. Vom Objekt der Begierde wandelte sich das Bild zur kämpfenden und arbeitenden Frau. Damals änderte sich auch das Bild des Mannes vom dem des starken Helden zum Arbeiter und Künstlern.
Heute ist der Körper eher geschlechtsbefreit. Das zeigen Fotos aus der heutigen Gesellschaft. Der Körper ist heute ein stolzes zentrales Objekt.
Zu diesem Wandel trägt auch die Kunst bei, Körperformen sichtbar zu machen, die nicht den Idealbildern entsprechen. Besonders das Internet ist voll von solchen Körperdarstellungen.
Ein weiterer Aspekt der Darstellungen von Körpern betrifft die Ästhetik. Da liegt es im Auge des Betrachters, welchen Körper er schön findet. Schönheit kann da vieles sein, bis hin zu zerbrechlichen Körpern.
Da Ästhetik und Ethik ineinandergreifen beurteilen wir die Darstellungen auf der Basis unserer persönlichen Ethik.
Die Kunst sucht immer wieder die Balance zwischen all diesen Aspekten. So wählt auch jeder Künstler die Technik, in der er Körper nach seiner Meinung am besten darstellen kann. Und in die er seine Ideale am besten hineinlegen kann. Dafür nutzen die Künstler auch ihren eigenen Körper wenn sie ihn denn als Vorbild nehmen.
Körper sind aber nicht nur Menschen sondern auch Himmelskörper, Sonnen undSterne etwa. Oder Bestandteile unserer Erde. Sogar in der Architektur gibt es Baukörper. Auch diese alle haben Formate, Ausdehnungen und umschließen Räume.
Verschiedene Kunstepochen bilden diese Körper ganz verschieden ab und nutzen diese Körper für eigene, neue Körper.
Sogar im Rechtswesen, in der Mathematik und in der Gesellschaft gibt es Körper. Sie alle haben Dimensionen und werden durch Daten beschrieben.
Und Formate? Sie sind eine Wahrnehmung auf der Körper erscheinen. Wir können Körper auf verschiedenste Weise wahrnehmen. Das reicht von einem Fresko über eine Leinwand über eine Skulptur bis zu einem Bildschirm. Jede Zeit hat eben ihre eigene Wahrnehmung.
Das Format bestimmt also wie wir den Körper wahrnehmen.
In der Ausstellung „Körper-Formate“ zeigen die Künstler 45 Werke unterschiedlicher Formate. Da die Künstler anwesend waren, forderte Gabi Röpke die Zuhörer auf mit ihnen über ihre Werke ins Gespräch zu kommen. Sie schloss mit der Frage ob nicht etwa der Körper selbst das bekannteste Format ist. Schließlich entsteht jedes Format erst durch den Körper. Darüber sollten die Zuhörer nachdenken wenn sie später die Werke betrachten.
Dazu lud sie nach unten ein um bei einem Gläschen Wein um sich selbst ein Bild zu machen.
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Die Poledancerinnen schlossen die Ausstellungeröffnung mit einer weiteren Darbietung ab bevor die Gäste dann endlich die Werke in Augenschein nehmen und bei dem versprochenen Gläschen Wein und den mitgebrachten Häppchen den Abend ausklingen zu lassen.
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Die Ausstellung Körper-Formate des Kunstvereins Inn-Salzach ist in der Studio-Galierie im Waldkraiburger Haus der Kultur während der üblichen Öffnungszeiten noch zu sehen bis 26. Oktober. Schau’n Sie doch mal rein. Der Eintritt ist wie immer frei.
202 Luc Rellah stellt mit "Geheimnis der unendlichen Schöpfung" ein weiteres Ammoniten-Werk vor 6:50 Play Button ungewählt
Gleich mehrere Anlässe hatte Ludwig Haller an einem Sonntag Nachmittag Freunde und Bekannte einzuladen. Ein Grund stand verhüllt in ihrem Versandlager in ihrem Anwesen in Ranoldsberg, das Familie Haller für die Feier elegant geschmückt hatte.
Wie sich das gehört, empfingen sie die Gäste mit einem Gläschen Sekt.
Wenig verwunderlich, dass unter den Gästen auch Bürgermeister Thomas Einwang mit Gattin Hildegard war und später noch Landrat Max Heimerl dazukommen würde.
Als alle da waren und Platz genommen hatten, freute sich Gastgeber Ludwig Haller über den zahlreichen Besuch. Er war stolz darauf in seinem Alter nochmal so ein Werk geschafft zu haben.
Seit 25 Jahren Künstler war es immer sein Wunsch einen Amoniten zu bekommen, den er aufsägen und so sein Innenleben sichtbar machen zu können, berichtete Ludwig Haller.
Amoniten haben vor 125 Millionen Jahren auch in unserer Region gelebt. Der, den er jetzt vorstellen konnte, hat man in Madagaskar gefunden. Da er in der Szene als Liebhaber solcher Versteinerungen bekannt ist, hat ihn der Verkäufer vor Jahresfrist angerufen. (O-Ton)
Der Ammonit war Teil einer Ausstellung in München, die er im Oktober 2024 besucht hat. Da war’s Liebe auf den ersten Blick. Anders zwar als bei einer Frau….
Allerdings hat ihn der aufgerufene Preis schockiert. In Ruhe gelassen hat ihn seine neue Liebe aber doch nicht, so dass er den Ammoniten nach einigen Runden durch die Ausstellung doch gekauft hat. Dann aber zu dem Preis, den er selbst geboten hat. (O-Ton)
So hat er seine neue Liebe doch noch mit nach Hause nehmen können.
Die Notwendigkeit einer Operation im Vorjahr hat dann erst die Hoffnung auf Verwendung in einem Kunstwerk schwinden lassen. Es sah so aus als hätte er das Geld umsonst ausgegeben.
Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich Anfang 2025 weiter, so dass es fast aussichtslos erschienen ist, etwas daraus zu machen. Anfang März hat er sich dann aufgerafft, hat sich einen Marillen-Schnapps eingeschenkt und eine Zigarre angezündet. Er hat seinen Steinmetz und seinen Schmid angerufen und ihnen seinen Entwurf gezeigt.
Weil er immer nach der Grundregel „geht nicht, gibt’s nicht“ gelebt hat, hat er sie doch überredet und so konnte seine Frau Christine das Werk Ammonit Nr 8 enthüllen. (Applaus)
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Dem Werk verlieh er den Titel „Geheimnis der unendlichen Schöpfung“. Der Ammonit hat vor 125 Millionen Jahren gelebt – kaum vorstellbar. Das Innere zeigt die Lebensphasen dieses Kopffüßlers, dessen Wand so dünn ist, dass man die Kristalle durchscheinen sieht.
Die beiden Ammoniten-Hälften trägt ein Messing-Stamm mit 35 Millimetern Durchmesser, der umkleidet ist von Blättern aus reiner Bronze. So gleicht das Werk einer Blume.
Der meeresbodenartige Sockel besteht aus österreichischem versteinertem Kies in dem man die eingeschlossenen Steine erkennen kann, die die Flüsse auch vor Jahrtausenden aus den Alpen angeschwemmt haben.
Abschließend dankte Ludwig Haller seiner Gattin und seiner Tochter, die ihn bei der Planung und bei der Koordination der Herstellung so stark unterstützt haben.
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Ludwig Hallers Tochter Franziska erinnerte an die Geburtstagsfeier am Tag davor. Da hatten sie nämlich seinen 84. Geburtstag gefeiert. Hoch soll er leben! (O-Ton)
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So gratulierte Franziska Niedermeier-Haller zum Geburtstag und zu diesem wunderschönen neuen Werk.
Sie lud zum gemeinsamen Feiern ein und Ludwig Haller nochmal dazu, sein neues Werk in Augenschein zu nehmen. Und das ließen sich Gäste nicht zweimal sagen.
Ludwig Haller musste viele Fragen beantworten. Unter anderem die, ob er schon einen Käufer dafür hat. Das „Geheimnis der unendlichen Schöpfung“ wird er einer Galerie in München überlassen, berichtete der Künstler. Der möchte dafür 150.000 Euro haben. Es ist also nichts für Ihr Wohnzimmer. Es ist eher gedacht für das Foyer eines Konzerns oder einer Bank. Oder das des Landratsamtes in Mühldorf – wer weiß, was Landrat Max Heimerl beim Betrachten dieses außergewöhnlichen Werkes durch den Kopf gegangen ist… Es wäre doch schön, wenn wenigstens eines seiner Werke an Luc Rellah erinnern würde, diesen außergewöhnlichen Künstler aus Ranoldsberg, den das Schicksal in ein Leben als Weinhändler heineingezwängt hat.
Wer weiß, vielleicht findet sich ja ein Sponsor und wir sehen den Amnoniten Nr. 8 bald im Foyer des Landratsamtes in Mühldorf….
203 Aktuelle schnelle Blicke aufs Herbstfest in Haag finden sie auf unserer Herbstfest-Sonderseite (öffnet im neuen Tab/Fenster) Play Button ungewählt

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