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Victoria Pöllmann Landkreis Mühldorf > Stadt Mühldorf >
Josef J. Pöllmann
Stadt Waldkraiburg > Neumarkt St. Veit > Gemeinde Ampfing > Stadt Altötting > Mühldorf-TV ist durch die BLM lizenziertes Lokalfernsehen
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Das gab's 2026 bei Mühldorf-TV und bei Altötting-TV
Hier können Sie nachlesen, worüber wir in KW 16/2026 berichtet haben.
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Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
60 Der Landkreis verabschiedet ausscheidende Kreisräte, auch Anton Sterr und Günther Knoblauch - Das Ende einer Ära 11:15 Play Button ungewählt 16 24.04.26
In den Saal des Pauli-Wirt nach Erharting hatte Landrat Max Heimerl nach der letzten Sitzung des bisherigen Kreistages die Fraktionsvorsitzenden und die Kreisräte eingeladen, die entweder nicht zur Wiederwahl kandidiert haben oder nicht wiedergewählt worden sind. Der Landkreis wollte ihnen für ihre ehrenamtliche Arbeit im Kreistag mit diesem Abend besonders danken.

Auch gekommen waren einige Bürgermeister, die Abteilungsleiter im Landratsamt und die Mitarbeiter der Pressestelle.

Nach der Vorspeise freute sich Landrat Heimerl über die erfolgreiche Arbeit, die sie gemeinsam für den Landkreis geleistet haben. Manche sechs Jahre, andere Jahrzehnte lang.

Da er selbst erst 2020 zum Landrat gewählt worden war, erinnerte Max Heimerl an die Anfänge der auslaufenden Wahlperiode. Damals herrschte die Pandemie und verschob alles, was sie sich vorgenommen hatten. Sogar die konstituierende Sitzung musste in den Stadtsaal verlegt werden und die Verabschiedung der Ausscheider mussten sie später nachholen.

Noch immer ist es nicht selbstverständlich, dass sich Bürger teils jahrzehntelang ehrenamtlich in der Kommunalpolitik engagieren, würdigte Max Heimerl ihren Einsatz.

Verglichen mit vielen Themen der Vergangenheit waren die zurückliegenden sechs Jahre zwar auch abwechslungsreich, trotzdem aber nicht zu vergleichen mit den Jahren, in denen es um Mülldeponien ging, um Krankenhausschließungen und um die Fusionen der Sparkasse und der Kliniken. Jede Generation hatte ihre Herausforderungen zu bewältigen.

Aktuell sind halt viele Krisen gleichzeitig zu bewältigen. Eine Krise jagt die andere. Zuletzt hat sich die finanzielle Situation zugespitzt. Trotzdem haben sie es gemeinsam geschafft, unpopuläre Entscheidungen so getroffen, dass sie sie auch ihren Bürgern vermitteln konnten. Für diese vertrauensvolle Zusammenarbeit dankte ihnen Max Heimerl auch persönlich.

Noch immer gilt die Kommunalpolitik als wichtigste Ebene für den Erhalt der Demokratie. Entscheidungen, die hier getroffen werden, spüren die Bürger sofort. Deshalb ist es wichtig, dass sich Bürger in der Kommunalpolitik breit engagieren.

Leider müssen sie oft die Suppe auslöffeln, die ihnen andere einbrocken. Wie gerade wieder in der Krankenhauspolitik.

So dankte er ihnen allen für den großen zeitlichen Einsatz, für ihren Weitblick und den Sinn für das Machbare, mit dem sie ihre Funktion wahrgenommen haben.

Max Heimerl dankte dann den Ausscheidern mit Urkunde und Geschenk. Allen, die nicht hatten kommen können, würden sie die kleine Anerkennung später nachreichen.

Drei waren nicht die ganze Wahlperiode dabei: Peter Corticelli, Lukas Eder und Tatjana Zapf. Ihnen dankte Max Heimerl für ihre Mitwirkung.

Für sechs Jahre Mitwirkung dankte Max Heimerl mit einer Urkunde und einem Weingeschenk:

Michael Ackermann, dessen Urkunde er beispielhaft verlas.

Auch sechs Jahre dabei war Thomas Eberharter.

Nicht da waren Angelika Kölbl, Michael Kulhanek und Walter Reiter.

Gekommen war aber Konrad Zeiler.

12 Jahre im Kreistag dabei waren:

Dr. Herbert Heiml aus Kraiburg,

dann Ulli Maier aus Waldkraiburg,

weiters Stefan Mooshuber aus Unterflossing,

und Lorenz Salzeder,

dann Peter Uldahl aus Ampfing,

und schließlich Mühldorfs ehemalige Bürgermeisterin Marianne Zollner.

Nicht kommen konnte Peter Hobmaier.

18 Jahre im Kreistag engagiert hatte sich Michael Hell aus Ampfing. Er war immer der modischste unter den Kreisräten.

Auch 18 Jahre dabei war Aschaus ehemaliger Bürgermeister Alois Salzeder,

genauso wie Gars’ ehemaliger Bürgermeister Norbert Strahllechner.

Mit einer Medaille ehrte Max Heimerl ausscheidende Kreisräte, die großartige 24 Jahre dabei waren.

Etwa Dr. Karl Dürner, der sich zudem im Verwaltungsrat des Innklinikums engagiert hatte.

Ein besonderer Dank galt auch der weiteren stellvertretenden Landrätin Cathrin Henke, die fast alle Funktionen innehatte, die der Landkreis zu bieten hat.

Sogar 24 Jahre dabei war Georg Wimmer, die meiste Zeit im Umweltausschuss.

Großartige 30 Jahre mitgewirkt hat der Waldkraiburger Harald Jungbauer in wirklich vielen Funktionen.

Ebenfalls 30 Jahre dabei war der Obertaufkirchner Georg Thalmeier, der verständlicherweise meistens im Bauausschuss mitgewirkt hat.

Das Ende einer Ära markierte das Ausscheiden von zwei Urgesteinen der Kommunalpolitik.

Ihr Wirken hat gezeigt, dass Parteipolitik in der Kommunalpolitik keine Rolle spielt, meinte Max Heimerl. Sie haben immer Sachpolitik betrieben und für die Menschen im Landkreis zu handeln. Beide sind tief verwurzelt in unserer Heimat und haben ihre Funktionen mit Herzblut vertreten. Das weit über das normale Maß hinaus. Sie haben den Landkreis über Jahrzehnte mit Fachwissen und Heimatverbundenheit geprägt. Sie haben zwar immer ihre Heimatstädte im Blick gehabt, das große Ganze aber nie aus den Augen verloren. Vielleicht könnten sie ihre Erlebnisse in einem Buch festhalten?

Sie haben drei Landräte erlebt und alle Themen bearbeitet, die in der langen Zeit relevant waren. Sie haben vor langer Zeit Dinge festgelegt, die erst heute an Bedeutung gewinnen. Sie beide waren immer bestens vorbereitet und ihre Meinungen fundiert begründet.

Ihr Engagement über so viele Jahre verdient schon Dank und Anerkennung des ganzen Landkreises. So dankte Max Heimerl erst Anton Sterr, von dem er vieles lernen konnte. Seine Teilnahme an den Fusionsverhandlungen der Kliniken war extrem wichtig.

Günther Knoblauch hatte ihn mit seiner Empathie und seinem Gespür besonders für die kleinen Leute begeistert. Sie haben aber noch viel mehr geleistet. So blieb ihm am Ende dieser Ära nur herzlich Vergelt’s Gott zu sagen.

Die Gäste dankten den beiden stehend.

Max Heimerl überreichte erst Anton Sterr Urkunde und Anstecker für 48 Jahre Mitgliedschaft im Kreistag des Landkreises Mühldorf. Seit 1978 war er dabei.

Den Anstecker mit dem offiziellen Wappen des Landkreises hatten sie bei einem Juwelier anfertigen lassen. Damit dankte ihm Max Heimerl herzlich.

Seit 1984 Mitglied des Kreistages und da in unzähligen Funktionen aktiv war Günther Knoblauch. Auch ihm dankte Max Heimerl mit Anstecker und Urkunde.

Wenn sie weiter im selben Geist Kommunalpolitik machen wie die beiden es gemacht haben, meinte Max Heimerl, dann machen sie sicher nichts verkehrt.

Damit schloss Max Heimerl den offiziellen Teil und lud zum gemeinsamen Abendessen ein. Nicht aber, ohne die Mitglieder des künftigen Kreistages aufzurufen, im selben Geist weiterzumachen, wie die bisherigen es vorgemacht haben.

Der neugewählte Kreistag tritt am 8. Mai zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Dann beginnt eine neue Ära, ohne Anton Sterr und Günther Knoblauch.

61 Seniorenunion wächst weiter und hat eine magische Mitgliederzahl übersprungen 7:43 Play Button ungewählt
Das elegante Restaurant beim Kreuzerwirt in Mettenheim hat die Zahl der Mitglieder kaum gefasst, die zur Jahreshauptversammlung der Seniorenunion gekommen waren. Sie alle hieß Vorstand Werner Bohrer herzlich willkommen. Besonders aber MdL Sascha Schnürer, Altlandrat Georg Huber und die stellvertretende Bürgermeisterin und Landrätin Ilse Preisinger-Sontag.

Seinen Bericht begann Werner Bohrer mit dem Rückblick auf die Jubiläumsveranstaltung zum 10-jährigen Bestehen Ende November 2025. Wir hatten darüber berichtet.

Werner Bohrer dankte besonders allen Helfern und Unterstützern für die Ermöglichung so einer großen Feier und vergaß auch nicht, dem Kreuzerwirt für seine Gastfreundschaft zu danken. Neben vielen großen Veranstaltungen hielt sie der monatliche Stammtisch auf dem Laufenden. Besonders der Stammtisch ist von anfangs 15 auf aktuell mindestens 35 Mitglieder angewachsen. Besonders weil sie da extrem offen über alles diskutieren können. Für die rege Beteiligung dankte Werner Bohrer allen Mitgliedern sehr. Sie alle haben es geschafft, dem freien Wort Raum zu verschaffen und so zu ermöglichen, die Stimme des Alters in die aktuelle Politik einzubringen.

Sein besonderer Dank galt da Altlandrat Schorsch Huber, der die Diskussionen immer mit seiner langjährigen Erfahrung bereichert und ihnen so ermöglicht hat, Orientierung in der politischen Welt zu finden.

Werner Bohrer blickte auf die Kommunalwahl zurück und freute sich über das großartige Ergebnis von Max Heimerl, der gleich im ersten Wahlgang wiedergewählt wurde. Die Wähler haben seine Arbeit und sein enormes politisches Gespür erkannt und so die Basis für viele erfolgreiche Jahre geschaffen.

Erfolgreich war die CSU auch in Neumarkt-Sankt Veit und Waldkraiburg, während sich Stefan Lasner in Mühldorf nicht durchsetzen konnte. Trotzdem hat auch in Mühldorf die Kandidatin der SPD das Rennen gemacht, zu deren Unterstützung in der Stichwahl sie aufgerufen hatten. Es wird also gemeinsam auch in Mühldorf wieder eine solide Politik geben.

Das alles hatte Siegfried Höpfinger in seiner Wahlanalyse bereits dargestellt, der wieder in den Kreistag eingezogen ist. Er wird dort auch weiter die Stimme der Senioren bleiben. Dazu wünschte er ihm viel Erfolg.

Abschließend freute sich Werner Bohrer über das großartige Wahlergebnis des CSU-Kreisverbandes Mühldorf, das auch auf die große Präsenz aller Mandatsträger im Landkreis zurückzuführen ist. Sie alle stehen Tag für Tag geschlossen im Dienst der Landkreisbürger. Dafür dankte er ihnen ausführlich.

Erfreulich war die Entwicklung der Mitgliederzahl, die inzwischen die magische Grenze von 100 übersprungen hat. Derzeit gehören 105 Seniorinnen und Senioren der Seniorenunion an. Neun mehr als noch vor Jahresfrist.

Gemeinsam werden sie auch weiter ihre Stimme erheben und so die pluralistische Meinungsbildung beeinflussen. So hat sich Rosemarie von Roennebeck besonders für die Zukunft der Rente eingebracht.

Leider mussten sie auch Mitglieder verabschieden, deren Lebensweg zu Ende gegangen ist. Besonders gedachte er des Töginger Unternehmers Hans Demmelhuber, der 2025 verstorben ist.

Weiter wird sich die Seniorenunion in die politische Arbeit einbringen, begann Werner Bohrer seinen Ausblick auf das Programm 2026. Weiter werden sie die monatlichen Stammtische durchführen, Unternehmen besichtigen und Ausflüge unternehmen. Viele Themen und Termine stehen bereits fest, andere sind noch in Vorbereitung. Interessant wird 2026 auf jeden Fall.

Schatzmeister Hermann Hackner berichtete, das Jahr 2025 begann mit einem Guthaben von 2.026 Euro und endete mit einem Bestand von 5.681 Euro. Größter Ausgabeposten war natürlich die Jubiläumsfeier.

Kassenprüferin Rosina Maria von Roennebeck hatte die Kasse zusammen mit Anton Sterr geprüft und bestätigte vorbildliche Kassenführung. Sie empfahl der Versammlung die Entlastung der Vorstandschaft. Die Mitglieder folgten dem Vorschlag einstimmig.

Im nächsten Teil berichtete MdL Sascha Schnürer von der Arbeit im Landtag. Das hatte besondere Bedeutung, weil wir gerade Halbzeit der Wahlperiode haben. Erst aber würdigte Sascha Schnürer die Arbeit der Seniorenunion, die aus der politischen Landschaft im Landkreis nicht nur nicht mehr wegzudenken ist, sondern eine gewichtige Rolle spielt. Sie bringen ihre Lebenserfahrung ein und korrigieren damit so manche Strömung.

Sascha Schnürer kommentierte Entscheidungen der Bundesregierung und erläuterte die Sicht der CSU und der Bayerischen Staatsregierung dazu. Kurz gesagt herrscht dort Unverständnis über manche, die offensichtlich nicht verstanden haben, was aktuell die Menschen im Land umtreibt und welche Politik eigentlich nötig wäre, um das Land wieder auf Erfolgskurs zu bringen.

Anstatt etwa eigene Energiequellen zu nutzen, wird Anbietern die Arbeit so erschwert, dass sie lieber aufhören. Es gäbe so viele Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden, um unabhängig von äußeren Einflüssen zu werden.

Sascha Schnürer ging auf viele Entscheidungen du des Landtages ein, die die CSU-Fraktion dort angestoßen hatte. Er berichtete auch von den Haushaltsverhandlungen, in denen sie den künftigen Doppelhaushalt vorbereiten, über den Ende April abgestimmt werden soll.

Abschließend bat er um die Unterstützung der Mitglieder der Seniorenunion, auf deren Lebenserfahrung er stark setzte.

Werner Bohrer dankte Sascha Schnürer für seine profunde Darstellung der Situation und der Arbeit des Landtages. Er bat die Mitglieder, die Standpunkte der CSU in ihrem Umfeld bekannt zu machen und so dem Unverständnis über viele Dinge entgegenzuwirken. Nur so – dachte er – ist es möglich, Protestwählerbewegungen entgegenzuwirken. Nur so ist es möglich, die konservativen Standpunkte bekannt zu machen, die die CSU ja weiter vertritt. Nur so ist es möglich, weiter Vertreter mit Lebenserfahrung und Profil in Gemeinde- und Stadträten zu haben.

Abschließend ehrte Werner Bohrer Mitglieder, die ein persönliches Jubiläum feiern konnten. Als Erste war Eva Köhr und dann Hans Ortmann, die runde Geburtstage gefeiert hatten.

Nachdem niemand Wünsche oder Anträge hatte, schloss Werner Bohrer die Jahreshauptversammlung und lud die Mitglieder ein, 2026 wieder so erfolgreich zu gestalten, wie das 2025 für sie war.

62 Zum vierten Mal "Stadlbrass" in Aschau - Blasmusik vom Feinsten im Wohnzimmer der Musikatzen 19:35 Play Button ungewählt
Vorbei am Kassenhäuschen hatten sich die 360 Gäste schon lang vor Beginn die Angebote der verschiedenen Stände angesehen und sich am Festbüro informiert, als die Jugendkapelle des Musikvereins Aschau im Bräustadel das vierte Stadl-Brass-Festival eröffnet hat.

Kathrin Hoffmann hat sich über den vollen Stadel schon zum Auftakt gefreut und sich gewundert, wo sie überall hergekommen sind. Ausverkauft waren die 360 Plätze ja schon lang.

Sie haben sich den Stadlbrass ausgedacht, weil sie die gute Blasmusik auch in ihrem Wohnzimmer haben wollten. Außerdem machen sie es für ihre Vereine – allen voran den Musikverein. Und weil alle mitmachen und alle ehrenamtlich helfen, können sie die Tickets trotz der besonderen Kapellen, die hier spielen, auch unter 100 Euro halten.

Den Gewinn übrigens spenden sie der Jugendarbeit des Trachtenvereins und des Musikvereins. Dank ihrer Eintrittsgelder können die Jugendlichen schöne Erinnerungen sammeln.

Genug der Worte, sie wollte die Bühne wieder der Jugendkapelle überlassen.

Die setzten mit einer Polka fort.

Die Schänke war da schon gut beschäftigt, am Freitag um 18 Uhr.

Die gute Stimmung so früh hat dem Wolfgang Duschek natürlich gefallen. Die hat die Jugendkapelle nochmal angeheizt.

Ein Prosit drauf!

Die erste der Gastkapellen waren dann die Weinviertler Mährischen Musikanten aus Poysbrunn im nordöstlichsten Eck von Österreich. Sie beschreiben sich auf ihrer Internetseite so: Die „Weinviertler Mährischen Musikanten“ leisten seit 2002 ihren Beitrag zur Erhaltung und Wiederbelebung der böhmisch-mährischen als auch der typischen Weinviertler Blasmusik und haben sich zum Ziel gesetzt, diese Melodien authentisch und mit viel Herzblut zu präsentieren.

Der unverkennbare Klang mit zwei Flügelhörnern, zwei Tenorhörnern, einer Tuba, einer Ziehharmonika und Schlagzeug begeistert das Publikum weit über die Grenzen des Weinviertels hinaus. Das Auftreten der Gruppe erinnert an die alte Kirtagstradition des Weinviertels, und die Nähe zum benachbarten Südmähren hört man in der Art der musikalischen Interpretation.

Und so klingt das dann:

Wolfgang, schon ein Riesenerfolg, dieser vierte Stadl-Brass.

So wie Aschau halt ist, alle halten zam!

Nach eineinhalb Stunden waren die Zuhörer restlos begeistert und feierten die sieben Musiker gebührend. Natürlich musste eine Zugabe schon noch sein. Und die begeisterte erst recht.

Weiter ging's dann mit der „Innsbrucker Böhmischen“ und spät am Abend mit „Brassaranka“ aus Salzburg. Wer dann noch nicht genug hatte, konnte den Abend gegenüber im Sudpfandl mit den Jungen Oarkarrern ausklingen lassen. Dem Vernehmen nach haben’s manche der Gäste dann gar nicht mehr ins Bett geschafft und waren schon um 12 Uhr wieder im Biergarten vor dem Bräustüberl dabei, als die Aschauer Altbayrische das „Bradl’n“ begleitet hat.

Im Stadl ist es um 17 Uhr weitergegangen mit der „BiergartenMukke“, die für den weiteren Abend eingestimmt haben. Um 19 Uhr dann die „Mährischen Freunde“ und Vlado Kumpan, der zusammen mit dem Aschauer Martin Stadler ein Feuerwerk abgebrannt hat.

In Blasmusikkreisen bestens bekannt ist der „Blechhauf’n“, eine Band aus Klagenfurt am Wörthersee. Die Musik der sieben Musiker unterschied sich dann schon von denen ihrer Vorgänger. Ihr Repertoire umfasst auch moderne Jazz- und Bigband-Nummern. Sie haben ihren eigenen Sound gefunden.

Für Stimmung haben sie aber auch gesorgt. Es war ein Vergnügen, ihnen zuzuhören.

Besonders, wenn sie nur zu zweit oder zu dritt auf der Bühne standen und die Veranstalter im Stadl das Licht ausgeschaltet haben.

Der Andi und der Mark sind extra aus dem Schwarzwald nach Aschau gekommen.

Spielt ihr selbst auch in Kapellen?

Um 23 Uhr und nach eineinhalb Stunden Blechhauf’n dann das Highlight, die Musikatzen.

Dass die 13 Musiker aus dem ganzen Landkreis für Stimmung sorgen können, das haben sie viele Male bewiesen. Sie haben gleich damit losgelegt.

Die Zuschauer haben den Zaun vor der Bühne so belagert, dass für uns nur noch der Blick von hinten geblieben ist.

Einmal laut und einmal leise haben sie beste Unterhaltung geboten. Und immer wieder ihren Martin Stadler in Szene gesetzt. Der hat die Zuhörer mit seinem Tenorhorn und mit seiner Posaune mitgerissen und gezeigt, wozu Blasmusik auch fähig ist.

Da ging aber noch mehr!

Dann wieder leiser und mit der Posaune.

Zwischendurch haben sie aber schon auch dafür gesorgt, dass der Bräu auf seine Kosten gekommen ist.

Es war schon Mitternacht, als sie nach Whitney Houstons „I have nothing“ eine kurze Pause eingelegt haben. Mal zum Durchschnaufen.

Danach ging's weiter mit Queens „Bohemian Rhapsody“, das nicht wenige für das beste Musikstück aller Zeiten erachten. Ein Paradestück für Martin Stadler und sein Tenorhorn und für die Trompeter. Leider gibt unsere Technik den Sound nicht im Entferntesten wieder, den die 13 Musiker den Zuhörern im Stadl präsentiert haben.

Anders als die anderen Gruppen beendeten die Musikatzen nicht nach 90 Minuten. Es war schon fast 2 Uhr, als der Berichterstatter in dieser Nacht heimgekommen ist. Den Kopf voll von bester Blasmusik, einem hervorragenden Sound der aufwändigen Anlage da im Stadl und einer Stimmung, wie sie in einem großen Zelt nicht besser hätte sein können.

Dass „Stadlbrass“ dann am Sonntag weiterging mit den „Rossbrond Musikanten“, den „WinTaStad“ und „einer kleinen dorfMusik“, sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt.

Kein Wunder, dass die Gäste aus halb Deutschland und bis aus Belgien angereist sind. Vielleicht schaffen’s ja in zwei Jahren auch ein paar mehr Landkreisbürger zum Stadlbrass, wo sogar nur eine kleine Anzahl Aschauer dabei war.

Obwohl, viele Kapellen im Landkreis stehen denen nicht nach, die hier aufgetreten sind.

Wir sind schon echt verwöhnt, wir hier im Blasmusik-Landkreis Mühldorf!

63 Theatergruppe Walkersaich feiert 40-jähriges Bestehen mit einer Welturaufführung: "A eigfleischter Vegetarier" 27:00 Play Button ungewählt
Sein 40-Jahr-Jubiläum feierte kürzlich der Theaterverein Walkersaich mit großem Aufwand. Nicht nur, dass sie für die Feierstunde vor der Premiere ein Zelt vor das alte Schulhaus der kleinen Gemeinde gebaut hatten, brachten sie auch noch ein selbstgeschriebenes Stück zur Aufführung: „A eig’fleischter Vegetarier“.

Feier und Premiere fanden am Ostersonntag statt und waren deshalb für uns nicht erreichbar. So haben wir ihre Vorstellung ein paar Tage später besucht.

Die Buschtrommeln hatten in den Tagen vorher vom großen Erfolg des Jubiläumsstücks berichtet und so nicht nur Theaterinteressierte ins kleine Dörfchen nahe Schwindegg gelockt, sondern zahlreiche Mitglieder anderer Theatervereine. Zeitweise hatte man im Zelt den Eindruck, hier spielt die SchwiBuRa! Auch gekommen waren Mitglieder des Kultur- und Festspielvereins Aidenbach, der Theatergruppe Stefanskirchen und noch viele mehr.

Die Aktiven waren noch 20 Minuten vor Beginn total entspannt und genossen den Austausch mit den Nachbarn.

Irgendwann war’s aber doch Zeit, die Plätze einzunehmen. Da war die kleine Küche nebenan schon schwer beschäftigt mit Würstl kochen und Wurstsemmeln herrichten. Wie jetzt? Es sollte doch um einen eingefleischten Vegetarier gehen!?

Der Julian Sieber hat sich auch noch versorgt. Nimmst’ noch Proviant mit in die Garderobe?

Der Walter Lohr von der SchwiBuRa hatte seinen Teller schon geleert…

Auf Walters fröhliches Lachen direkt vor uns haben wir uns dann schon gefreut, als der Stefan Reinthaler die Zuschauer begrüßt hat und der Vorhang aufgegangen ist. Der hat den Blick freigegeben auf die Stube vom verwitweten Bauern Hans Berger am Frühstückstisch mit seiner Tochter Vroni und seinem Schwiegervater, dem Sepp Lechner.

Dem Hans sieht man sein schweres Schicksal an. 15 Jahre ist er schon allein. Da ändert auch die gute Laune von der Vroni nichts.

Da rückt er raus mit der Sprache: Er hat auf der Dating-Seite für Landwirte eine kennengelernt. Die würde ihm gefallen. Während ihn die Vroni bewundert, wundert sich der Sepp. Dabei braucht man eine Frau nicht nur zum Arbeiten! Jeden Tag Nudeln mit Sauce ist schließlich auch gut, meint der Sepp und kommt gleich zu den praktischen Fragen…

Einziger Haken: Sie heißt Cordula und wohnt in Hannover. Und sie kommt. Gleich heute!

Das überfordert den Sepp!

Der Hans ist dagegen ganz fasziniert. Es geht schließlich schon acht Wochen lang mit ihnen!

Die Vroni freut sich mit ihrem Vater und macht ihm Mut. Er bittet sie, ihren Freund, den Toni, zu fragen, ob er beim Heu-Einfahren helfen würde. Klar – wenn der Bulldogg fahren darf….

Er muss sich schließlich nicht kultivieren. Und Blumen kaufen!

Er war erleichtert, weil sie’s jetzt endlich wissen, das mit seiner Cordula!

Die Nachbarin, die Gretl, kommt gerade recht, die ihm frisches Gemüse bringt. Die Cordula mag schließlich dem Opa seine Fleischkost nicht.

Sie meint schon sonst was, als er berichtet, dass er gerade an sie gedacht hat….

Sie lacht ihn aus, das Gemüse bringt sie ihm aber trotzdem.

Irgendwas stimmt da nicht – aber das kriegt sie schon noch raus – meint die Gretl.

Die andere Nachbarin, die Resi, wundert sich, was mit denen los ist. Sie wollte kochen helfen. Was aus frischem Gemüse halt, meint die Vegetarierin. Das passt dem Sepp gar nicht, zumal die Vroni schon was vorhat.

Der macht sich schon Sorgen, wenn der Sepp diese „Gondula“ wirklich heiraten wird. Dann sind sie nur noch zweite Geige! Die Vroni versucht ihn zu beruhigen…

Übrigens kommt der Done gleich vorbei. Zum Helfen mit dem Heu.

Frech ist sie schon, die Vroni – wundert sich der Sepp.

Er soll kochen gehen und sie will die Stube für den Besuch vorbereiten. Das tut auch not!

Gerade als der Sepp am Boden zerstört ist, kommt der Done. Der weiß noch gar nichts von ihrem Unglück.

Der meint, das ist richtig cool, dass der Hans auf seine alten Tage nochmal eine findet.

Viel wichtiger als seine Vroni ist ihm aber dann, mit welchem Bulldogg er später das Heu einfahren darf. Die Vroni ist entsetzt!

Der Hans sieht ein Taxi auf ihren Hof kommen. Und die Vroni sieht die Cordula aussteigen.

Es klopft und herein kommt die Cordula…

Die überfordert die Vroni mit ihrem Redeschwall.

Verstehen tut sie sie aber nicht.

Cordula hat Eindruck auf Vroni gemacht.

Der Hans hat sich hübsch gemacht und hat doch Respekt vor der ersten Begegnung. Blumen hat er nicht mehr besorgen können. Da hat der Sepp Ersatz.

Der Hans nimmt seinen ganzen Mut zusammen!

Sie wollen ihm Zeit lassen und decken erst mal den Tisch. Sie brauchen noch einen teller. Schließlich ist das Unglück eingetroffen.

Dann kommt das Paar herein und der Hans stellt sie alle vor.

Nur Seppl darf sie wirklich nicht zu ihm sagen!

Hunger hat sie nach der langen Reise schon.

Opa Lechner bringt sein Gourmet-Menü herein: Nudeln mit Sauce!

DAS isst sie sicher nicht! Sie ist entsetzt!

Der Hans bietet ihr an, in der Küche draußen einen schönen Salat zu machen.

Nach einiger Zeit frühstücken sie gemeinsam. Nur dass überall Buddhas rumstehen und die Wurst jetzt aus Soja ist und nicht aus Sau oder Kuh. Soja ist schließlich Viehfutter. Sogar in der Marmelade ist kein Zucker drin und Margarine gehört schon mal gar nicht auf den Tisch von einem Milchbauern.

Er soll sich halt vorstellen, es wäre das Original, meint Cordula.

Er geht lieber zum Nachbarn zum Frühstücken. Der ist nämlich Metzger.

Der Hans versucht die Wogen zu glätten. Ihm schmeckt das Soja-Zeugs.

Er hat nur Augen für die Cordula! Und die nutzt das aus, um ihm weiszumachen, er könnte damit sein Leben verlängern.

Sie möchte auch mal fahren mit dem alten Hanomag!

Die Vroni versteht ihren Papa nicht mehr… Sie ist ratlos, will aber ihr Familienglück retten. Da kommt die Gretl gerade recht. Sie schmieden Pläne – sie ist zu allem bereit.

Der Sepp und der Karl haben dieselbe Absicht. Sie planen einen Anschlag mit einer angeblich veganen Wurst, in der natürlich eine echte drin ist.

Sie schreiben noch ein kleines, hinterfotziges Entschuldigungsschreiben und lassen das offen auf dem Tisch liegen.

Vroni und Gretl entdecken die Wurst als Erste und wundern sich. Hat der Opa aufgegeben?

Sie haben einen eigenen Plan. Sie wollen dem Hans die Augen öffnen und ihm zeigen, was hier läuft.

Die Theres hat Zucchini für die Cordula. Davon hat sie zum Sau futtern!

Die Vroni und die Gretl haben diesen Grünen vom Nachbarort eingeladen, der hinter jeder Schürze her ist. Auf den warten sie sehnlichst.

Der Opa erklärt der Vroni, das ist eine hochwertige Wurst aus einer hochwertigen Sau, die sich sogar vegetarisch ernährt hat!

Der Done möchte endlich helfen. Am liebsten natürlich mit dem Bulldogg. Das bringt natürlich die Vroni auf die Palme!

Dann kommt der Jörg, der erst meint, es geht um die Vroni. Die kann sich kaum wehren…

Als der Done sie schon wieder übersieht, eskaliert die Sache!

Der holt Verstärkung. Da muss die Vroni das Theater weiterspielen.

Dann kennt er sich überhaupt nicht mehr aus. Es reicht ihm.

Dann kommt der Hanomag vorgefahren. Cordula ist total begeistert von den Hunderten von PS. Umweltplakette und Katalysator hat er allerdings nicht. Der Hans entdeckt die Wurst, dieses vegane Friedensangebot.

Sie wollen sie gleich probieren.

Da fliegt die Sache auf. Affäre! Sie kann es nicht fassen, wollte er sie doch glatt vergiften!

Es kommt zum Äußersten. Entweder die Cordula oder er. Das macht ihm der Hans nicht leicht, der ihre Seite hält und sie mit einem Tee besänftigen will. Mit Brennnesseltee.

Die Vroni hat ihren Done wieder eingefangen und macht ihm Vorwürfe. Er hat ja nur Augen für seinen Bulldogg! Dabei mag er sie doch…

Gerade da kommt der ausgetrocknete Grüne wieder.

Nach der Pause klatscht’s doch noch.

Es wird Abend. Sogar Nacht. Da schleichen sich der Sepp und der Karl in die Stube. Sie haben schon wieder einen Anschlag vor: Sie verstecken überall Würstl. Leise stellen sie sich dabei nicht an.

Am Morgen kommt Cordula und findet die erste Wurst. Sie muss die sofort entsorgen.

Wieder kommt der Jörg. Den erkennt Cordula gleich. Die beiden kennen sich. Ihr Gespräch hört rein zufällig die Gretl. Sie arbeitet für einen veganen Blog in Hannover und ist hierhergekommen, um einen bayerischen Bauern dazu zu bringen, ein veganes Zentrum zu bauen.

Die Gretl ist entsetzt über diese ungeheure Schlechtigkeit dieser Person. Sie erzählt alles dem Hans, der ihr natürlich nicht glauben will. Was sie auch versucht. Er wirft sie raus!

Dabei hat der Done auch was zu berichten: Er hat die Cordula mit dem traurigen Kohlrabischädl in eindeutiger Position beobachtet. Auch ihnen will der Hans nicht glauben!

Jetzt müssen sie ihre Kräfte bündeln.

Der Opa Sepp braucht dazu seinen Computer.

Die Cordula wähnt sich schon am Ziel, als ihr der Hans von den ganzen Geschichten berichtet. Das macht sie stutzig. Es gelingt ihr aber, seine Zweifel zu zerstreuen.

Mit Jörgi müssen sie ihre Strategie überdenken. Gerade da hat ihr ein veganer Filmproduzent angeboten, ihre Geschichte zu verfilmen. Für 20.000 Euro!

Da ist er schon. Der Filmproduzent Carlo Cabanossi.

Sie stellt ihm das künftige vegane Zentrum in Bayern vor. Das ist sehr interessant für ihn, er bietet 50.000 Euro Cash! Er sieht den Film schon vor seinen Augen.

Da fällt die Maske! Gut, dass sie das ganze Gespräch aufgezeichnet haben.

Inzwischen ist der Hans doch überzeugt. Er wirft sie raus… Beide!

Der Hans schämt sich für sein Verhalten. Das verzeihen sie ihm aber. Schließlich sind sie eine Familie! Ein Prost drauf!

Die Gretl kommt dazu und ist froh, dass der Spuk vorbei ist. Jetzt endlich erkennt er, dass das Glück die ganze Zeit so nah war!

Ein Gutes hat die ganze Geschichte gehabt. Sie haben den Wert gesunder Ernährung erkannt. Und wenn er sich erst daran gewöhnt hat, dann wird er in ein paar Wochen sicher auch noch...

Der Applaus kannte dann fast keine Grenzen. Besonderen Applaus erhielt natürlich Autor und Regisseur Thomas Keller. Dem hat es zum ersten Mal selber richtig gut gefallen. Das war schon besonders, weil es für diese Weltpremiere ja keine Vorlage gegeben hat.

Nachdem er alle Mitwirkenden vorgestellt hatte, lud er die Gäste nach draußen ins Zelt zu dem einen oder anderen Rüscherl ein.

64 Das sagen die Mitwirkenden und Autor Thomas Keller zu ihrem großen Erfolg 8:00 Play Button ungewählt
Natürlich hatten die Besucher der Walkersaicher Inszenierung von „A eig’fleischter Vegetarier“ nach dem letzten Vorhang viel zu besprechen. Der Spaß ist ja wirklich nicht zu kurz gekommen…

SchwiBuRa-Vorstand Michael Sedlmaier gratulierte Thomas Keller zu diesem großartigen Erfolg.

Manuela, wie schwer ist es, als gebürtige Oberbayerin so einen Redeschwall und noch dazu so schnell zu bringen? Das ist ja schneller, als wir Bayern hören können!

Larissa, du hast so lang leiden müssen…

Monika, hast du Ideen gesammelt?

Wann führst du wieder Regie?

Der Martin Linner gehört ja auch zur SchwiBuRa. Denen hat er natürlich berichten müssen.

Lisa, du und der Julian, ihr habt euer Temperament schon aufblitzen lassen! Nur am Ende hat man euch nicht mehr gesehen.


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