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Letztes Gespräch mit Michael Hetzl als Bürgermeister der Kreisstadt Mühldorf |
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02.05.26 |
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Zum Ende seiner Amtszeit: Gespräch mit Bürgermeister Robert Pötzsch |
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Zitzmerstadel in Ampfing mit viel Prominenz eingeweiht - Carmina Burana zum Auftakt |
16:50 |
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Ein dunkler Fleck in der Ortsmitte von Ampfing war viele Jahre lang der Zitzmer-Stadel gegenüber der Mittelschule an der Schweppermannstraße. Niemand wusste so recht, was mit dem 160 Jahre alten und unter Denkmalschutz stehenden Stadel sowie der Fläche davor geschehen sollte. Das marode Gebäude war der Gemeinde lange Zeit ein Dorn im Auge, da sie die Schweppermannstraße längst zum Ortskern rechnet und neugestaltet hatte. Nun ist es aber eindrucksvoll gelungen, den baufälligen Stadel zu einem modernen Kulturzentrum aufzuwerten. Wie aufwendig dieses Unterfangen war, zeigte schon die prominente Gästeliste bei der feierlichen Einweihung: Dazu war sogar Bayerns Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, Christian Bernreiter, nach Ampfing gekommen, den sein ehemaliger Kabinettskollege Dr. Marcel Huber, der Landtagsabgeordnete Sascha Schnürer und Bürgermeister Sepp Grundner herzlich empfingen. Nach einem kurzen Austausch riefen die Ampfinger Businenbläser die Gäste zur Eröffnungsfeier nach drinnen.
Bürgermeister Sepp Grundner freute sich, neben den Genannten auch den stellvertretenden Landrat Richard Fischer sowie eine ganze Riege von Mitgliedern beteiligter Behörden, wie etwa des Staatlichen Bauamtes Rosenheim, begrüßen zu dürfen. Ebenso waren Pfarrer Florian Regner, die Mitglieder des Gemeinderates sowie die beteiligten Planer und Baufirmen der Einladung gefolgt.
In einem historischen Rückblick erläuterte Dr. Marcel Huber fundiert, warum der Zitzmer-Stadel als Relikt eines ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesens überhaupt übriggeblieben ist. Das einstige Anwesen lag eingeklemmt zwischen der heutigen Schweppermannstraße und der ehemaligen B12. Im Jahr 1860 errichteten die damaligen Eigentümer diesen Stadel zur Lagerung landwirtschaftlicher Produkte und für die spätere Dreschmaschine. Damals wurde das Getreide auf dem Feld noch zu Garben gebunden und so lange gelagert, bis der Lohndrescher kam – Mähdrescher etablierten sich schließlich erst ab 1960. Im Jahr 1964 gab die Familie Weichselgartner das Anwesen wegen der beengten Ausfahrt auf und errichtete weit außerhalb Ampfings einen neuen Hof. Das alte Areal wurde teils abgerissen und der Grund verkauft; übrig blieb nur der Stadel, den ab 1954 bereits Ölbohrer genutzt hatten. 1964 siedelte sich dort ein Unternehmen an, das Betonrohre für die Kanalisation hergestellte. Platz für die nötigen Silos schaffte man damals kurzerhand mit der Motorsäge – Spuren davon sind am Holz bis heute sichtbar. Seit Ende der 1970er Jahre wechselte die Nutzung stetig, doch etwas wirklich Dauerhaftes entstand nicht mehr, da auch die Statik über die Jahrzehnte stark gelitten hatte. Schließlich wurde der Denkmalschutz auf das Gebäude aufmerksam und forderte eine Sicherung vor dem Verfall. In zähen Gesprächen kristallisierte sich zwar die Sicherungspflicht der Gemeinde heraus, zeitgleich aber auch die Chance einer sinnvollen Nutzung durch großzügige Fördermittel. Im Oktober 2018 begann schließlich das Projekt. Marcel Huber betonte stolz, dass hier aus einem einstigen Schandfleck etwas Großartiges entstanden sei, was nur durch die massive Unterstützung des Freistaates Bayern gelang. Nun liege es an den Ampfingern, diese Chance zu nutzen und das Gebäude mit Leben zu füllen.
Bürgermeister Sepp Grundner beschrieb im Anschluss den genauen Werdegang des Projekts. Alles begann mit einer neuen Städtebauförderinitiative des Bayerischen Ministerrates zur Belebung der Ortskerne unter dem Titel „Innenstadt außen“. Der Zitzmer-Stadel erfüllte die strengen Förderbedingungen, woraufhin der Gemeinderat einstimmig beschloss, die Sanierung anzupacken. In enger Abstimmung mit dem Denkmalamt verständigte man sich auf eine Nutzung als sogenannten „Kaltraum“, der sich hervorragend für Wochenmärkte, Weihnachtsmärkte oder Kulturveranstaltungen eignet. Im Dezember 2019 starteten Planung, Ausschreibung und Vergabe. Im November 2023 entschied der Gemeinderat zudem, ein passendes Nebengebäude zu errichten, in dem moderne Toiletten und ein neues Trauungszimmer untergebracht sind. Nach Gesprächen mit den Anwohnern fanden dort auch noch Garagen Platz. Zudem schließt das Nebengebäude den Platz vor dem Stadel optisch perfekt ab, wodurch eine harmonische Einheit entstand. Erschwert wurde die Umsetzung zunächst durch die Corona-Pandemie, gefolgt von neuen gesetzlichen Regelungen und den enorm gestiegenen Baupreisen.
Die Kosten des Projekts waren beachtlich, spiegeln aber die Dimension wider: Von den Baukosten des Stadels in Höhe von 3,2 Millionen Euro übernahm der Freistaat stolze 2,13 Millionen Euro. Das Nebengebäude schlug mit 1,2 Millionen Euro zu Buche, wovon der Freistaat 947.000 Euro trug. In die Gestaltung des Außenbereichs flossen 860.000 Euro, unterstützt mit 604.000 Euro an Fördermitteln. Dank weiterer Finanzierungstöpfe belief sich der finale Eigenanteil der Gemeinde Ampfing auf 1,5 Millionen Euro. Da allein die reine Pflichtaufwendung zum Erhalt des Stadls ohne jegliche Nutzung bereits knapp 850.000 Euro gekostet hätte, hat die Gemeinde effektiv rund 750.000 Euro investiert, um ein voll nutzbares Kulturzentrum zu erhalten. Sepp Grundner zeigte sich sichtlich stolz auf dieses Ergebnis. Als gelernter Zimmerermeister lobte er besonders die leidenschaftliche Arbeit der ausführenden Zimmerei sowie die reibungslose Kooperation mit allen Firmen. Mit dem gelungenen Werk sah er auch die vereinzelte Kritik im Vorfeld als widerlegt an.
Staatsminister Christian Bernreiter gratulierte den Ampfingern herzlich zu diesem Meilenstein. Aus eigener Erfahrung als ehemaliger Landrat wisse er genau, wie viel Herzblut und Arbeit an der Sanierung eines solch ortsbildprägenden Gebäudes hängen. Die investierten Mittel des Freistaates seien hier bestens angelegt. Das Sonderprogramm „Innenstadt außen“ und die allgemeine Städtebauförderung seien seit nunmehr 55 Jahren die erfolgreichsten Instrumente Bayerns, um den ländlichen Raum gestalterisch zu stärken und Ortskerne wiederzubeleben. Hier sei eine dringend benötigte Begegnungsstätte für alle Generationen entstanden.
Der Planer, Professor Dr.-Ing. Christian Kayser, beschrieb die baulichen Herausforderungen. Da man im Jahr 1860 die moderne Statik noch gar nicht kannte, war die gesamte Holzkonstruktion über die Jahre wackelig geworden. Die Substanz musste aufwendig aufgenommen und der Stadel mit einer Reihe ausgeklügelter, stählerner Stützkonstruktionen gesichert werden, während man zeitgleich so nah wie möglich am historischen Original blieb. Trotz unvorhergesehener Überraschungen, wie einer alten Asbestschicht unter dem Boden und einem sanierungsbedürftigen Dachstuhl, zeigte er sich stolz über das gelungene Werk.
Pfarrer Florian Regner segnete das Gebäude im Anschluss feierlich, nachdem er eine Passage aus dem Römerbrief des Apostels Paulus zitiert hatte, die zu gegenseitiger Achtung und Fürsorge aufruft. Der Stadel stehe sinnbildlich für die reiche Geschichte der Gemeinde. Mit dem Zitzmer-Stadel habe Ampfing ein völlig neues, einladendes Gesicht bekommen. Er stellte das Hauptgebäude, das Nebengebäude mit dem Trausaal sowie alle dort künftig verkehrenden Menschen unter den Schutz Gottes. Während sich Staatsminister Bernreiter in das Goldene Buch der Gemeinde eintrug, rundete die Blaskapelle Ampfing die Feierstunde musikalisch ab, bevor die Festgäste den Nachmittag bei einem gemeinsamen Mahl im Stadel ausklingen ließen.
Bereits am darauffolgenden Tag stand das frisch eingeweihte Gebäude vor seiner ersten großen Bewährungsprobe: der Auftaktveranstaltung mit einer Aufführung von Carl Orffs berühmter „Carmina Burana“ in der Klavierfassung. Bürgermeister Sepp Grundner zeigte sich vor den vielen erschienenen Zuhörern anfangs ein wenig nervös, da die neuen Räumlichkeiten ihre Akustik und Funktionalität erst noch unter Beweis stellen mussten. Doch nach der rund einstündigen, fulminanten Darbietung von Andre Gold und seinem Ensemble stand fest: Der Zitzmer-Stadel hat seine Feuertaufe mit Bravour bestanden. Ampfing besitzt nun ein charakterstarkes Kulturzentrum für die Region, das – da es sich um einen Kaltraum handelt – fortan vor allem in den Monaten von Mai bis Dezember ein lebendiger Ort der Begegnung sein wird.
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Verkehrsfreigabe des neuen Verkehrsknotens Pürtener Kreuzung |
14:00 |
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Beinahe wie zur Eröffnung eines ganz neuen Autobahnabschnitts hatte das Staatliche Bauamt Rosenheim die Feier zur Verkehrsfreigabe der umgebauten Pürtener Kreuzung vorbereitet – komplett mit Festzelt, Fahnen und einem fahrbaren Rednerpult. Die Egerländer Trachtenkapelle unterhielt die geladenen Gäste bereits beim Eintreffen. Und derer kamen viele: Angefangen von den Mitgliedern des Stadtrates über Vertreter der Geistlichkeit, des Landkreises, der umliegenden Gemeinden, der Bahn, der Behörden, der Planer und Baufirmen sowie der Grundstückseigner bis hin zu Repräsentanten der Regierung von Oberbayern, des Freistaates, der Staatsregierung und des Bundestages. Sogar Bayerns Staatsminister für Wohnen, Bauen und Verkehr, Christian Bernreiter, hatte es sich nicht nehmen lassen, persönlich dabei zu sein. Sie alle nahmen vor dem Sprecherwagen Platz und erwarteten den Beginn der Feierstunde.
Dr.-Ingenieur Hermann Streicher, Bereichsleiter Straßenbau am Staatlichen Bauamt Rosenheim, hieß die Gäste zur Verkehrsfreigabe von gleich zwei anspruchsvollen Maßnahmen willkommen: der Neugestaltung der Pürtener Kreuzung und der Eliminierung des Bahnübergangs im Zuge der Staatsstraße 2091. Trotz der schwierigen Bauphase habe man es geschafft, die Straße schon im Dezember 2025 für den Verkehr freizugeben. Er freute sich über den bereits fließenden Verkehr, merkte jedoch an, dass nun noch der Segen fehle, den man in dieser Feierstunde erhalten wolle. Diesen Segen brauche es, weil man zwar alles Menschenmögliche getan habe, komplette Sicherheit aber nie erreicht werden könne. So hieß er Pater Walter Kirchmann und Pfarrer Lars Schmidt willkommen. Zudem dankte er den vielen Ehrengästen, deren Teilnahme die Bedeutung dieser Maßnahme unterstreicht – besonders Staatsminister Bernreiter, Staatsminister a. D. Dr. Marcel Huber und den Abgeordneten im Bayerischen Landtag für ihre fortgesetzte Unterstützung.
Staatsminister Christian Bernreiter erinnerte an die alte Pürtener Kreuzung, die mit mehr als 15.000 Fahrzeugen täglich auf der Staatsstraße 2091 und 6.000 Fahrzeugen auf der Staatsstraße 2352 völlig überlastet gewesen war. Die Ampelanlage, die noch dazu häufig ausfiel, war nicht mehr in der Lage, den Verkehr sicher zu regeln. So hat sich der Freistaat entschieden, diesen Unfallschwerpunkt zu entschärfen und gleichzeitig den Bahnübergang zu beseitigen. Nach langer Planung begann der Bau im Juni 2024, gefolgt von der Verkehrsfreigabe im Dezember 2025. Bei aller Freude fehle jetzt noch die Umfahrung des Ortsteils Pürten, die das Staatliche Bauamt bereits plant. Das alles zeige, dass die Staatsregierung den Ausbau der Infrastruktur konsequent fortsetzt. Christian Bernreiter zeigte sich überzeugt, dass die Staatsregierung auch im ländlichen Raum gezielt in den Ausbau der Straßen investiert. Anders als in den Großstädten seien die Bürger hier eben weiterhin auf das Auto und den Lkw angewiesen. Das wird sich so schnell nicht ändern, weshalb der Freistaat von 2022 bis 2025 jährlich eine knappe Milliarde Euro in Bundes- und Staatsstraßen investiert hat – mehr als die Hälfte davon in den Erhalt des Netzes. Das werde man auch weiter tun, um Kommunen die geforderten Umfahrungen bauen zu können. Abschließend dankte Bernreiter allen, die sich hier so engagiert haben, um die Mobilität der Bürger sicherer zu gestalten, und lobte den feierlichen Rahmen durch die Egerländer Trachtenkapelle.
Auch Landrat Max Heimerl freute sich über die Einweihung und die hervorragende Zusammenarbeit aller Beteiligten mit dem Landratsamt. Es passiere schließlich nicht häufig, dass so große Baumaßnahmen schneller als geplant und günstiger als veranschlagt realisiert werden. Das war ihm ein besonderes Dankeschön wert. Mit einem Augenzwinkern bedauerte Heimerl den Wechsel von Projektleiterin Veronika Nies vom Staatlichen Bauamt ins Ministerium, zeigte aber volles Verständnis für diese Beförderung durch Christian Bernreiter. Max Heimerl betonte die immense Bedeutung dieser Kreuzung für den gesamten Landkreis, besonders in Ost-West-Richtung, über die der Verkehr zwischen den Wirtschaftsräumen Mühldorf, Waldkraiburg und Aschau läuft. Von einem erfahrenen Kollegen habe er gelernt: Wenn ein Mitglied der Staatsregierung kommt, muss man erst herzlich „Vergelt’s Gott“ sagen, dann aber auch gleich eine Bitte parat haben. So bat er Christian Bernreiter um die Umfahrung Pürten, den zügigen Weiterbau der A94 und schließlich um den Ausbau der ABS 38, die für die Region besonders wichtig ist. Er wünschte allen Verkehrsteilnehmern auf dieser Strecke allzeit gute Fahrt.
Bürgermeister Robert Pötzsch schloss sich den Ausführungen seiner Vorredner an und erinnerte an die langen Staus auf der ehemaligen Pürtener Kreuzung und am alten Bahnübergang. Seit der Verkehrsfreigabe der A94 habe der Verkehr hier erheblich zugenommen und die alte Technik überfordert; häufige Ausfälle der Ampelanlage und teils schwere Verkehrsunfälle waren die Folge. Die Sicherheit war nicht mehr gewährleistet, und ähnlich sehe es derzeit noch in Pürten aus. Doch was lange währt, wird endlich gut: Auf die lange Planungsphase folgte eine wirklich kurze Bauzeit. Es sei nicht nur gut, sondern hervorragend geworden. Er bewunderte die Planer und Bauleute für das, was sie hier Tag und Nacht sowie bei Wind und Wetter geschaffen haben – umso mehr, da alles bei fließendem Verkehr geschehen musste. Hier sei nicht nur reine Infrastruktur entstanden, sondern ein echtes Zukunftsprojekt, das auch das Interesse der Waldkraiburger geweckt hatte, die bei allen größeren Bauschritten als Zuschauer dabei waren. Auch Robert Pötzsch würdigte die hervorragende Zusammenarbeit zwischen dem Staatlichen Bauamt, der Stadtverwaltung und der Polizei, die alle Regelungen begleitet hatte. So wurde aus dem ehemaligen Gefahrenpunkt ein moderner, leistungsfähiger Verkehrsknotenpunkt und ein wichtiger Standortfaktor für die Wirtschaft. Er dankte allen Verkehrsteilnehmern für ihre Geduld während der Bauzeit.
Nachdem die Egerländer Trachtenkapelle erneut für musikalische Abwechslung gesorgt hatte, traten Pater Walter Kirchmann und Pfarrer Lars Schmidt an das Pult. Sie freuten sich über den Dank, den die Verantwortlichen Gott bereits erwiesen hatten, und spendeten den Segen für die neuen Wege. Manchmal gehe es im Leben rund und man drehe sich im Kreis, meinte Pfarrer Lars Schmidt schmunzelnd mit Blick auf die neuen Kreisverkehre, in denen man fast einen Drehwurm bekommen könne. Dennoch fließe hier nun der Verkehr und man komme sicher voran. Tatsächlich sei man besser und schneller unterwegs, wenn man den Dreh erst einmal raus hat. Auch wenn in Zukunft weitergebaut wird, liege Gottes Segen auf dem Geschaffenen und auf allen, die es nutzen. Nach einem gemeinsamen Vaterunser segneten die beiden Geistlichen die neuen Verkehrswege.
Schließlich schritten die Ehrengäste zur Tat und gaben die neuen Verkehrswege feierlich frei – es waren so viele Beteiligte, dass man sie kaum alle auf einmal ins Bild bringen konnte. Die Egerländer begleiteten die Zeremonie feierlich mit der Bayernhymne. Anschließend ließen die Festgäste die Verkehrsfreigabe im Festzelt bei einer opulenten Brotzeit gemütlich ausklingen.
Anzufügen bleibt, was bei keiner der offiziellen Ansprachen erwähnt wurde: Beim Spatenstich nannten die Verantwortlichen noch veranschlagte Baukosten in Höhe von 17,5 Millionen Euro. Die tatsächlichen Kosten beliefen sich am Ende jedoch auf 15,2 Millionen Euro. Der Staat kann also trotz allgemeiner Baukostensteigerungen über zwei Jahre und unvorhersehbarer Maßnahmen sehr wohl günstiger arbeiten als geplant – allen anderen Stimmen zum Trotz.
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BRK ehrt Blutspender - Besonders ihren 175-fachen Rekordspender |
7:45 |
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Im Saal des Kreuzerwirts in Mettenheim empfing Antonio die Blutspender, die ehrenamtlichen Helfer und die Ehrengäste zum diesjährigen Ehrenabend.
BRK-Kreisgeschäftsführer Jürgen Sollfrank freute sich über die vielen Gäste, die der Einladung gefolgt waren. Sie alle haben ihr Wertvollstes gespendet – ihr Blut – und mit jeder einzelnen Spende bis zu drei anderen Menschen geholfen. Sie haben Leben weitergegeben, Grenzen überwunden, Mitmenschlichkeit bewiesen und Verantwortung für andere übernommen. Dafür wollten die Verantwortlichen den Spendern an diesem Abend Dank und Anerkennung aussprechen. Doch ohne die vielen Helfer würde der Blutspendedienst des BRK überhaupt nicht funktionieren. Sie organisieren nicht nur die Termine, sondern haben auch immer ein offenes Ohr für die Fragen der Spender. Um auch ihnen zu danken, die meist im Hintergrund agieren, wurden sie ebenfalls eingeladen. Jürgen Sollfrank nannte hierbei besonders Wilma Kalisch, ohne die Blutspendetermine im Landkreis schlicht undenkbar wären. Er dankte allen herzlich und wünschte der Gesellschaft einen schönen Abend.
BRK-Kreisvorsitzender Jürgen Wallner freute sich ebenfalls über die zahlreichen Gäste und besonders über Kreisbereitschaftsleiter Dr. Gerhard Deißenböck, der es sich trotz seines Geburtstages nicht hatte nehmen lassen, dabei zu sein. An insgesamt 30 Blutspendeterminen im vergangenen Jahr haben im ganzen Landkreis 5366 Bürger Blut gespendet – das sind 280 mehr als noch im Jahr 2024. Diese erfreuliche Steigerung zeigt sich auch bei den 428 Erstspendern, was ein Plus von 20 im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Sogar die Zahl der registrierten Spender ist von 5618 auf 5946 gestiegen. Bemerkenswert ist zudem die große Zahl junger Spender. Sie alle helfen tatkräftig mit, die medizinische Versorgung im Landkreis sicherzustellen. Jürgen Wallner war sich sicher, dass dies ohne Wilma Kalisch und ihr Team nicht möglich gewesen wäre, und dankte ihnen von Herzen. Unterstützt wurde die positive Entwicklung allerdings auch durch die neue Möglichkeit der Voranmeldung.
Da vieles von dem, was er sagen wollte, bereits von seinen Vorrednern angesprochen worden war, beschränkte sich Florian Abt vom Blutspendedienst des BRK auf einige wenige Gedanken. Er bat eindringlich darum, im eigenen Freundes- und Bekanntenkreis kräftig die Trommel zu rühren und junge Menschen als Blutspender zu werben. Diese müssten in Zukunft all diejenigen ersetzen, die altersbedingt aus dem Spenderkreis ausscheiden. Er dankte allen fleißigen Blutspendern für ihre unschätzbare Hilfe und bat sie, genauso weiterzumachen und weiterhin Leben zu retten.
Nach der Vorspeise bat Jürgen Wallner zunächst all jene zu sich, die bereits 50 Mal gespendet haben. Da einige geladene Spender nicht persönlich kommen konnten, wurden diejenigen geehrt und mit Urkunde sowie Anstecker ausgezeichnet, die vor Ort waren: Susanne Altmann, Hildegard Altweck, Reinhard Deinböck, Franz Dirnberger, Josef Fellermeier, Peter Fendt, Eva-Maria Kleinferchner, Jürgen-Peter Lachnitt, der Schäfflermeister des TSV Mühldorf Josef Loibl, Alexander Maier, Kreisrat Reinhard Retzer, Werner Schachtl, Markus Thum und als vierzehnter im Bunde Bernhard Weiß.
Weiter ging es mit den 75-fachen Blutspendern. Hier ehrte Jürgen Wallner mit einer Urkunde und dem passenden Anstecker: Franz Ebersberger, Benno-Franz Fenninger, Lorenz Franzler, Josef Heindl, Barbara Huber, Sandra Klozik, Paul Schachner, Sandra Sprenger und Silvia Stanka.
Stolze 100 Mal Blut gespendet haben Helmut Bruckner, Dieter-Karl Ebenhöh, Peter Friesinger, Olaf Grötsch, Alois Hangl, Silvio Hahn, Hermann Mitterhofer, der stellvertretende BRK-Kreisvorsitzende Ulrich Niederschweiberer, Christian Reichl, Hubert-Josef Sax, Stefan Schwarzhuber, Ulrich Wagenstetter und Rettungsdienstleiter Helmut Zerrer.
Eine beachtliche Marke von 125 Blutspenden haben drei Spender erreicht: Ludwig Gaßner und Johann Maier durften ihre Ehrung persönlich entgegennehmen, während Johann Wagenstetter leider nicht anwesend sein konnte.
Die absolute Spitzenleistung des Abends und unglaubliche 175 Blutspenden hat Anton Hermann aus Rechtmehring geleistet und damit unzähligen Menschen das Leben gerettet. Nach der Ehrung der Rekordspender, die sich noch einmal zusammen mit den Vorständen und Wilma Kalisch zum Erinnerungsfoto aufstellten, und dem gemeinsamen Abendessen kam der stolze Rekordspender Anton Hermann auch im Interview zu Wort.
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Stadt Mühldorf ehrt 100 erfolgreiche Sportler |
10:15 |
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Das Duo „As Time goes By“ unterhielt die Sportler und Angehörigen so lange, bis alle geladenen Gäste und auch die Mitglieder des Stadtrates vollzählig eingetroffen waren.
Bürgermeister Michael Hetzl hieß die erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler sowie ihre Unterstützer herzlich willkommen. Er zeigte sich sichtlich stolz auf sie alle, da sie mit ihren herausragenden Leistungen echte Aushängeschilder der Kreisstadt sind. Die geehrten Athleten betreiben eine schier unglaubliche Vielzahl von Sportarten, die von den Behindertensportlern über die Einradfahrer bis hin zu den neuerdings vertretenen Baseballern reicht. Ein herzliches Willkommen richtete Michael Hetzl an die zweite Bürgermeisterin Ilse Preisinger-Sontag, die Stadträtinnen und Stadträte – hier besonders Sportreferent Stefan Schörghuber – sowie an den BLSV-Kreisvorsitzenden Erwin Zeug. Ein besonderer Dank ging an die Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung, Julia Weindl und Elisabeth Demmelhuber. Ohne sie wäre es nicht möglich gewesen, so viele sportliche Aktionen in der Stadt durchzuführen, die bis hin zu den großen Aktionstagen reichten. Er erwähnte zudem, dass im Stadtpark mit Hilfe von 60.000 Euro an Spenden ein neuer Bewegungspark entstehen soll. Das große Interesse am Sport zeige auch der erste Stadtlauf mit mehr als 1.000 Teilnehmern, von denen die Mehrheit Bürger ohne Mitgliedschaft in einem Sportverein waren. Genau das war das Ziel: Leute an den Sport heranzuführen, die das bisher eher nicht gemacht haben – und vielleicht konnten die Vereine daraus sogar neue Mitglieder gewinnen. Mit der Förderung des Breitensports unterstützt die Stadt natürlich auch den Spitzensport und ermöglicht so die Erfolge, die man später ehren darf. Die Sportler haben Fleiß, Zielstrebigkeit und Ehrgeiz bewiesen und so ihre Ziele erreicht; viele von ihnen tun dies Jahr für Jahr und sind längst zu Dauergästen der Sportlerehrungen geworden. Besonders freute sich Michael Hetzl über die Behindertensportler der Stiftung Ecksberg und damit über die gelebte Inklusion in der Stadt. Insgesamt kann die Stadt diesmal 100 erfolgreiche Sportler mit einer Anerkennungsurkunde und, sofern sie diese noch nicht besitzen, mit der Ehrennadel der Stadt auszeichnen.
Für Sportreferent Stefan Schörghuber war die alljährliche Sportlerehrung eines der absoluten Highlights im Jahreslauf. Er würdigte die Ausdauer, das Durchhaltevermögen, den Fleiß und die Zielstrebigkeit, mit der die Athleten ihre Erfolge erzielt haben. Sie haben den Sport der Stadt weit über die Landkreisgrenzen hinausgetragen und sind als beste Sportler quasi die Weltmeister und Olympiasieger von Mühldorf. Mit dieser Ehrung möchte die Stadt für all das ein kleines Dankeschön sagen. Dass in der Kreisstadt mehr als 6.500 Bürger Mitglieder in Sportvereinen sind, beweist eindrucksvoll, dass Mühldorf eine echte Sportstadt ist. Für ihr großes Engagement dankte Stefan Schörghuber allen Trainern und Unterstützern, besonders aber den Eltern der jugendlichen Sportler, die ihre Sprösslinge nach Kräften unterstützen. Er bat alle Beteiligten, so engagiert weiterzumachen und den Spaß am Sport niemals zu verlieren.
Anschließend rief Stefan Schörghuber die erfolgreichen Sportler auf die Bühne, wo Bürgermeister Hetzl ihnen zur Gratulation die Urkunden und Nadeln überreichte. Da es so viele Geehrte waren, wurden manche Mannschaften gemeinsam aufgerufen. Los ging es mit Maria „Mary“ Unterholzner, die seit vielen Jahren als Geherin von Erfolg zu Erfolg eilt und inzwischen in der Altersgruppe W55 aktiv ist.
Als Bogenschützen waren in der Klasse „Schüler A“ Samuel Wimmer, Emily Bogner, Viktoria Drinkuth und Henrik Drinkuth erfolgreich. In der Klasse „Schüler B“ siegte Jakob Ebner, und in der Klasse „Schüler C“ holte Ralf Huhn den Erfolg. Bei den Fußballgolfern war Andrea Weidenegger von den Fußballgolffreunden Willaberg erfolgreich. Im Cross-Training belegte Tobias Seifinger den hervorragenden dritten Platz in der Altersklasse 45 bis 49, während Thomas Deinböck Sieger der Altersklasse 50 Plus wurde.
Danach folgte eine ganze Reihe erfolgreicher Leichtathleten des TSV Mühldorf: Die Läuferin Alia Belouazza belegt sogar deutschlandweit Rang 7 in ihrer Altersklasse. Ebenfalls geehrt wurden Hannah Zwirner und Marie Wienninger. In allen Altersklassen extrem erfolgreich sind zudem die Kunstturner des TSV Mühldorf, die so viele Titel eingeheimst haben, dass Stefan Schörghuber sie gar nicht alle einzeln nennen konnte. Sogar an den Special Olympics in Kaufbeuren hatten die Sportler der Stiftung Ecksberg teilgenommen und waren dort im Schwimmen und im Bowling überaus erfolgreich.
Die Sportlerinnen der Abteilung Rhythmische Sportgymnastik des TSV brachten anschließend mit ihrer Interpretation des Musicals „König der Löwen“ eine wunderbare Abwechslung in die Feierstunde.
Weiter ging es mit der Abteilung Tennis: Hier wurden die Herren 30 bayerischer Meister und sind dadurch in die Regionalliga aufgestiegen – der größte Erfolg, den eine Mühldorfer Tennismannschaft je erzielt hat. Von den acht Mitgliedern waren allerdings nur zwei anwesend, da sich der Rest der Mannschaft im Trainingslager befand. Sehr erfolgreich war auch wieder Maurice Parnet von den Königlich Privilegierten Feuerschützen, der mehrmaliger oberbayerischer Meister wurde und auch bei der bayerischen Meisterschaft vordere Plätze belegte. Sebastian Fink wurde ebenfalls oberbayerischer Meister und belegte den dritten Platz bei der bayerischen Meisterschaft. Fred Huckemeyer von der Feuerschützengesellschaft Mößling erreichte in seiner Altersklasse Platz 4 bei der deutschen Meisterschaft. Die Tennismannschaft des Ruperti-Gymnasiums sicherte sich zudem den Titel bei der oberbayerischen Schulmeisterschaft der Jahrgänge 2012 bis 2015.
Wie in jedem Jahr sehr erfolgreich zeigten sich die Mühldorfer Einradler: Johanna Rößner glänzte im Hochsprung, und Franziska Schneider war in einer ganzen Reihe von Disziplinen erfolgreich – genau wie Marie, Niklas und Sarah Pilz sowie Stefan Neuhäusler. Große Erfolge feierten auch wieder die Volleyballer des TSV Mühldorf: Die U14-Mannschaft belegte bei der südbayerischen Meisterschaft den zweiten Platz, und die U20 holte bei der deutschen Meisterschaft den dritten Platz, was Stefan Schörghuber sichtlich begeisterte. Ebenfalls Titel holten die Beach-Volleyballer des TSV in unterschiedlichen Konstellationen mit Josef Maier, Raphael Antal und Moritz Hotinceanu. Erstmals mit von der Partie waren die Baseball-Spieler des TSV, deren U12-Mannschaft bayerischer Meister wurde, während die U15 den dritten Platz bei der bayerischen Meisterschaft belegte.
Zum Abschluss bat Stefan Schörghuber noch einmal alle Geehrten auf die Bühne, wo sie ein beeindruckendes Gesamtbild abgaben. Die Sportler und Ehrengäste ließen den Abend schließlich bei einem gemütlichen Abendessen langsam ausklingen – das Team des Wintergartens hatte dafür genau das Richtige bereitgestellt, was junge Sportler groß und stark macht.
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Sportlicher Maibockanstich in Aschau |
8:35 |
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Draußen herrschte ein herrlicher Frühlingsabend und drinnen im Bräustadel in Aschau genossen die Gäste des Maibockanstichs die wunderbare Musik der Blaskapelle des Musikvereins Aschau. Schon lange vor dem offiziellen Auftakt ließen sie sich Kesselfleisch, Wurstsalat und natürlich das frisch gebraute Bockbier der Brauerei Ametsbichler schmecken. Natürlich gehörte das eine oder andere Prosit schon früh dazu. Die Aschauer hatten sichtlich ihre Freude an der ungezwungenen Gemeinschaft und am guten Gerstensaft – beziehungsweise am süffigen Bockbier.
Später lud Musikvereinsvorstand Wolfgang Duschek die sportlichen unter den Gästen zum traditionellen „Baamsaagln“ ein – also zum Abschneiden einer Scheibe von einem Baumstamm, für all diejenigen, die mit dem Begriff nicht ganz vertraut waren. Dass dazu jede Menge Koordination und Kraft gehören, zeigten die doch sehr unterschiedlichen Zeiten, die die einzelnen Teams am Ende brauchten. Vergleichbar waren die Ergebnisse allemal, weil die Säge und auch der Durchmesser des Stammes für alle Teilnehmer absolut identisch waren.
Das erste Duo benötigte für die Scheibe genau 55,6 Sekunden. Die zweite Mannschaft, bestehend aus Josef Niedermeier und Tobi Kern, ließ es hingegen etwas langsamer angehen. Da nützte es auch nichts, dass Wolfgang Duschek lautstark eine höhere Schlagzahl forderte. Die nächsten beiden wollten es dann aber wirklich wissen und waren extra aus Kloster Au angereist. Mit einer bärenstarken Technik legten sie rekordverdächtige 37,8 Sekunden vor. Auch das darauffolgende Team war schnell und technisch sauber unterwegs, dennoch blieb die Uhr für sie erst bei 44,5 Sekunden stehen.
Dann trat das erste Damenteam an: Miriam und Regina Huber, die zuvor schon den ganzen Abend die Gäste bedient hatten. Dafür wurden sie vom Publikum nun umso kräftiger angefeuert. Am Ende stand eine Minute und 3 Sekunden auf der Uhr – ein absolut respektables Ergebnis! Gleich im Anschluss folgte die nächste Damenmannschaft: Ebenfalls lautstark von den Zuschauern nach vorne gepeitscht, waren sie gar nicht so langsam unterwegs und brauchten glatte 50 Sekunden. Die nächsten beiden Burschen fanden extrem schnell ihren gemeinsamen Rhythmus; sie zogen gnadenlos durch und schnitten die Scheibe in sagenhaften 29,1 Sekunden ab.
Nach einer kurzen Pause gingen Luke Reiser und sein Partner an den Start. Die beiden fanden allerdings schwer in ihren Flow, wie Wolfgang Duschek bemerkte, und landeten bei 45,4 Sekunden. Sogar ein Gast aus Griechenland packte tatkräftig mit an und sägte fleißig mit. Dann schickten sich Lorenz Salzeder und sein Partner an, den aktuellen Rekord von 29,1 Sekunden zu brechen. Doch daraus wurde nichts – die Uhr stoppte bei 41,4 Sekunden.
In der Mixed-Klasse rechnete sich Trachtenvereinsvorstand Christian Maierhofer die größten Chancen aus und holte sich dafür die Maria an die Säge. Nach einer kurzen Einweisung, dem Anziehen der Kampfhandschuhe und der Suche nach dem richtigen Stand konnte es auch schon losgehen. Das Zusammenspiel funktionierte tatsächlich hervorragend. Ihre Wertung gewannen die beiden am Ende mit 46,4 Sekunden ohnehin im Handumdrehen – schließlich waren sie das einzige gemeldete Mixed-Team des Abends!
Wolfgang Duschek wies abschließend auf die spätere Siegerehrung hin, da die Zeiten und Ergebnisse erst noch ganz genau vom Notar überprüft werden mussten. Bis dahin übernahm wieder die Musikkapelle das Kommando und begleitete die Gäste musikalisch in den lauen Frühlingsabend. Ein rundum unterhaltsamer Abend war es beim Maibockanstich im Bräustadel in Aschau auf jeden Fall.
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Der erste Maibaum der Saison steht in Oberbergkirchen |
8:45 |
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Schon am späten Vormittag waren so viele Gäste zum ersten Maibaumfest des Jahres auf der Hofmark in Oberbergkirchen gekommen, dass Grill und Schänke kaum mit ihrer Versorgung nachgekommen sind. Eine lange Schlange hungriger Gäste war die Folge – und der Bedarf, zusätzliche Tische und Bänke aufzustellen. Gut, dass der Genze gewusst hat, wo es welche gibt. Wenn jemand anpacken kann, dann sind das eben sie, die Oberbergkirchner! So eine neugierige Mannschaft ist immer mal wieder vorbeigefahren. Das Bier ist gut geflossen, und die Kinder hatten ihren Spaß in der Hüpfburg. Auch Feuerwehr-Vorstand Serkan hat es absolut getaugt.
Vor dem Kindergarten war ebenfalls viel los: Da haben die Maibaumdiebe aus Haid schon auf ihren Einsatz gewartet. Die Zeit haben sie sich natürlich bei dem einen oder anderen Innbräu verkürzt. Auf die Frage, wie sie denn an den Baum gekommen sind und ob die Oberbergkirchner versucht haben, ihn zurückzustehlen, hatten die Burschen und Mädels die passenden Antworten parat. Die Jugend hat sich derweil schon auf die Fahrt vorbereitet – schließlich kann man ja nicht alle Tage auf einem Maibaum reiten!
Dann ist es losgegangen: Voraus die Bergkirchner Tanzlmusi, dann der Eicher-Traktor und der Maibaum. Der war übrigens nicht frisch geschlagen, sondern ist schon ein Jahr da in der Ortsmitte gestanden. Er war aber noch so gut, dass sie ihn einfach nur umgelegt haben, um ihn nun wieder aufzustellen. Gegenüber dem Rathaus haben die Musiker den Baum vorbeiziehen lassen. Der Zug hat nämlich noch kurz warten müssen, bis der Ständer bereit war.
Dann ist er vorgefahren. Alles absitzen! Und den Baum vor dem Ständer in Stellung bringen. Während die Maibaumdiebe die Schwaiberl gebracht haben, hat der Kran den Baum von der Lafette gehoben und in den Ständer eingefädelt. Wie immer hieß es dabei: A bissal auffe, a bissal abe, hint’ a bissal umme und wieder a bissal umma. Dann war der Bolzen drin, und mit dem 46er Schlüssel haben sie die Muttern angezogen. Der Maxi hat derweil Festzeichen verteilt – natürlich an die Mädels von den Dieben! Die Bergkirchner Tanzlmusi hat währenddessen bestens unterhalten und zwischendurch auch mal was für den Wirt getan; dazu sind die Musikanten sogar aufgestanden!
Den ersten Hub hat der Radlader erledigt – genau so weit, dass sie die Schwaiberl haben ansetzen können. Dann ist es Hub für Hub aufwärtsgegangen. Ob die da oben in ihrem Flieger was davon mitgekriegt haben? Wohl kaum. Bürgermeister Michael Hausberger war natürlich auch mitten im Geschehen dabei! Immer wieder hieß es: die Schwaiberl nachsetzen und „Hau ruck“! So großen Durst haben sie wohl nicht gehabt, die Haider Maibaumdiebe: Es gab keinen einzigen Leerhub, und so ist es zügig in die Senkrechte gegangen.
Die Mädels waren derweil mit den Schnapserln unterwegs, um die Kasse auszugleichen und dafür zu sorgen, dass der Nachmittag lustig wird. Dann kamen die ganz langen Schwaiberl zum Einsatz. Noch ein, zwei Hübe und er ist drin! Danach hat es natürlich erst einmal ein verdientes Bier gegeben. Auf die Frage, warum sie denn alle so rot im Gesicht sind, gab es nur lachende Gesichter. Schließlich wurden noch die Schellen festgeschraubt und die Sicherungsschlaufe abgenommen. Da stand er nun, der Maibaum 2026 in Oberbergkirchen! Halt, noch schnell das Daferl anschrauben, denn man soll schließlich wissen, wer den Baum so schön geschmückt hat. Nach einem letzten prüfenden Blick von Serkan stand fest: Es hat alles gepasst. Mensch Michi, so ein schöner Maibaum – gell?!
So konnten die Oberbergkirchner und ihre Gäste zum gemütlichen Teil übergehen. Da war dann nicht mehr der Grill gefragt, sondern die Kuchentheke und die Bar. Auch wenn es für Max und die anderen anstrengend war: Sie haben noch lang gefeiert auf der Hofmark in Oberbergkirchen, als zum ersten Mal in diesem Jahr die Sonne ein schönes, warmes Wochenende beschert hat.
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